12.04.2018, 15:09 Uhr

Schriftliche Anfrage Wohin mit dem pechhaltigen Straßenaufbruch?

(Foto: 7106108800/123rf.com)(Foto: 7106108800/123rf.com)

Was passiert in Bayern mit dem pechhaltigen Straßenaufbruch, welche Mengen fallen jährlich an und wie werden sie entsorgt? In einer umfangreichen schriftlichen Anfrage bittet die grüne Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger um detaillierte Auskunft über die Entsorgung dieses giftigen Materials und den dabei anfallenden Kosten.

NIEDERBAYERN Straßenaufbruch enthält hohe Mengen an krebserregenden polyzyklischen Kohlenwasserstoffen und leicht auswaschbare phenolische Substanzen. Er gilt deshalb als stark wassergefährdend und sollte möglichst schnell aus dem Stoffkreislauf ausgeschleust werden; entweder durch die thermische Verwertung oder durch die fachgerechte Einlagerung auf einer Deponie. Nur unter Berücksichtigung genau definierter Sicherheitsmaßnahmen darf er noch auf Flugplätzen oder in Industriegebieten eingebaut werden. Leider führte der Umgang mit diesen Stoffen in Bayern wiederholt zu Umweltweltbeeinträchtigungen und zu Altlasten, die jetzt mit hohen Kosten saniert werden müssen. Die Landtagsabgeordnete will daher wissen, ob überhaupt Kapazitäten in Bayern zur thermischen Behandlung vorhanden sind, wie viele Tonnen in den letzten Jahren verbaut bzw. auf Deponien verbracht wurden und von wem die ordnungsgemäße Zwischenlagerung kontrolliert wird. Wichtig ist darüber hinaus auch die schnelle Sanierung der Altlasten. „Ich hoffe, dass die illegalen Einbauten zügig saniert werden“, so Steinberger. „Ein Teerskandal wie in Hutthurm darf sich nicht wiederholen.“


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