26.10.2019, 08:11 Uhr

Zukunft des Naturdenkmals gesichert Rettung für die Lindenallee

(Foto: alexkich/123RF)(Foto: alexkich/123RF)

Lösung berücksichtigt sowohl Anforderungen an Verkehrssicherheit als auch Schutz der Bäume

ERDING Nach langer Suche für eine tragfähige Lösung ist die Zukunft des Naturdenkmals „Lindenallee“ nun endlich gesichert: Landrat Martin Bayerstorfer konnte alle beteiligten Kommunen für ein nachhaltiges und schonendes Konzept gewinnen, das sowohl die Belange der Bäume als auch der Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Die Gemeinderäte in Kirchberg haben dem Vorschlag des Landrats bereits einstimmig zugestimmt, und auch in Wartenberg lobte der amtierende Bürgermeister ebenfalls das vorgestellte Konzept.

Das Konzept des Landratsamtes sieht Nachpflanzungen in einem Abstand von ca. 2,50 m (Fahrbahnkante/Mittelpunkt Baum) auch in bestehenden Baumlücken vor, die größer als 100 Meter (von Baum zu Baum) sind. Die Sicherung erfolgt nun nicht mit Grunddienstbarkeit, sondern mit privatrechtlicher Vereinbarung, um es für die Grundstückseigentümer möglichst unkompliziert zu gestalten. Es werden aufgrund der Verkehrssicherheit keine Nachpflanzungen in Sichtdreiecken z. B. bei Einfahrten durchgeführt. Der Landkreis ist für die Pflanzung der Bäume und das Staatliche Bauamt Freising für die zukünftige Pflege der Bäume verantwortlich.

Das Staatliche Bauamt seinerseits ist ebenfalls überzeugt von Bayerstorfers Konzept und unterstützt den vom Landkreis gewählten Abstand von 2,50 Metern. Somit können – vorbehaltlich der Zustimmung der Grundstückseigentümer – demnächst rund 70 neue Bäume gepflanzt werden, um den Erhalt dieses einzigartigen Naturdenkmals zu sichern.

Landrat Martin Bayerstorfer freut sich über eine geradezu historische Entscheidung: „Lange haben wir nach einer tragfähigen Lösung gesucht, die sowohl die Verkehrssicherheit als auch den Schutz der Bäume im Blick hat. Ich bin froh, dass dieses Vorhaben nun die Zustimmung der Gemeinden und Fachbehörden gefunden hat und wir so die wunderschöne Lindenallee für die nachfolgenden Generationen erhalten können.“

Christian Pröbst, 3. Bürgermeister aus Wartenberg, dankt dem Landrat für sein Engagement: „Ich bin froh, dass wir diesen Weg gegangen sind, und eine gute Lösung für unsere Lindenallee gefunden haben.“

Auch der Kirchberger Bürgermeister Grandinger begrüßt, dass nun ein tragbarer Weg gefunden wurde. Viele unterschiedliche Meinungen hätten auf einen Nenner gebracht werden müssen, was das Verfahren zusätzlich in Länge gezogen habe.

Kirchbergs Gemeinderat Dieter Neumaier, der sich sehr für den Erhalt der Lindenallee einsetzt, ist zuversichtlich, dass mit dem Kompromissvorschlag von 2,50 m im Vergleich zu einem Abstand von 4,50 m zwischen Bäumen und Fahrbahn eher eine Einigung mit den Anliegern erzielt werden kann.


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