03.05.2019, 11:59 Uhr

Begrünung Feldversuch zur naturnahen Gestaltung der Dämme

(Foto: RMD-Wasserstraßen)(Foto: RMD-Wasserstraßen)

Gemeinschaftsprojekt mit der TU München soll Eignung des Deichsubstrats hinsichtlich Etablierung von Magerrasen sowie im Hinblick auf die Erosion testen.

METTEN Am rechten Donaudeich zwischen Bergham und der Autobahnbrücke Metten hat bereits im vergangenen Jahr ein Feldversuch zur naturnahen Gestaltung der Deiche begonnen. Dabei wurden auf sechs Abschnitten sowohl auf der Land- als auch auf der Wasserseite des Donaudeichs Versuchsparzellen angelegt.

Zum Schutz der Feldversuchsflächen und der im Frühjahr aufgegangenen Ansaat wurde am Deich partiell ein Weideschutzzaun aufgebaut. Die RMD Wasserstraßen GmbH bittet, dass diese Bereiche weder betreten noch befahren werden, um den Versuchsaufbau und die daraus resultierenden Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Die Flächen wurden mit ortstypischen Ackerböden mit einer unterschiedlichen Sandzugabe angedeckt und verschiedene Saatgutmischungen angesät. Im nun laufenden Feldversuch wird wissenschaftlich von Mitarbeitern der TU München untersucht, unter welchen Bedingungen sich die Pflanzenarten der Magerrasen erfolgreich ansiedeln können. Der für den Hochwasserschutz wichtige Erosionsschutz wird durch die Dichte und Struktur der Vegetation beurteilt. Außerdem wird beobachtet, welche Merkmale für Pflanzen vorteilhaft sind, die künftig bei der Begrünung von Deichböschungen eingesetzt werden sollen.

Insgesamt wird der Feldversuch noch bis ins Jahr 2020 andauern. Die dann gewonnenen Erkenntnisse werden mit in die Begrünung der im Zuge des Donauausbaus errichteten neuen Deiche einfließen.


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