29.06.2018, 10:12 Uhr

Informationsgespräch Die stechen nicht!

Überzeugt von der Sanftmütigkeit der Carnica-Biene (v. l.): Richard Geck, Hubert Aiwanger, Dr. Georg Meiski, Josef Weikl sowie Hans-Jürgen Kaiser. (Foto: pm/FW Landtagsfraktion)Überzeugt von der Sanftmütigkeit der Carnica-Biene (v. l.): Richard Geck, Hubert Aiwanger, Dr. Georg Meiski, Josef Weikl sowie Hans-Jürgen Kaiser. (Foto: pm/FW Landtagsfraktion)

Lob für ehrenamtliches Engagement der Imker für die Umwelt, Umdenken ist notwendig!

DEGGENDORF Zu einem Informationsgespräch trafen sich der Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion der Freien Wähler, MdL Hubert Aiwanger, und Dr. Georg Meiski, Kreisvorsitzender, mit dem Bienenzuchtverein Deggendorf-Metten. Beide wollten sich aus erster Hand beim 1. Vorsitzenden Richard Geck, beim 2. Vorsitzenden Hans-Jürgen Kaiser und Josef Weikl, Mitglied des Bienenzuchtvereins Plattling, angesichts der großen Bedeutung der Bienen für Natur und Landwirtschaft informieren.

Der Verein hat einen Bienenlehrstand am Gleisdreieck auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau eingerichtet. Eingehend gaben die Imker über ihre Arbeit und ihre besonderen Anliegen Auskunft. Besonders anschaulich wurde die Leistung der Bienen an den vielen Bäumen der Streuobstwiese klar: Nur durch das eifrige Bestäuben durch die Bienen konnte sich die große Anzahl von Früchten entwickeln.

Aiwanger lobte das ehrenamtliche Engagement des Vereins, der insbesondere mit seinem Lehrstand vielen Schulklassen und anderen Kindergruppen aus Kindergärten und Obst- und Gartenbauvereinen anschaulichen Unterricht in Biologie und zugleich Bewusstseinsbildung für die Umwelt bietet. Ebenso zollte er seinen Respekt vor dem intensiven Einsatz der Imker für Bienenzucht und Bienenpflege.

Im Gespräch wurde auch auf die Bedeutung der Zucht der Königinnen eingegangen, in der nach den Merkmalen Schwarmtrieb, Honigleistung, Wabensitz und Sanftmut selektiert wird. Erst dadurch ist es möglich geworden, Bienen auch in dichter besiedelten Gebieten zu halten. Unterstützt werden die züchtenden Imker darin durch die Belegstellen und die drei bayerischen Bienenprüfhöfe.

Große Sorge bereitet das Insektensterben, das derzeit überall zu registrieren ist und das auch die Bienen betrifft. Weiterreichende Ursachen sind der verstärkte Einsatz von Pflanzenschutz-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmittel und der Mangel an Flächen mit blühenden Wildpflanzen durch extensiven Ackerbau sowie Flächenfraß. Dr. Meiski forderte daher ein grundsätzliches Umdenken in der Politik, in der Bevölkerung und in der Landwirtschaft. „Mit der Belastung der Umwelt kann es so nicht weitergehen, alle sind aufgefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten.“


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