20.06.2018, 16:09 Uhr

Klimawandel, Borkenkäfer Die Fichten sterben - und es wird Jahr für Jahr schlimmer

Foto: Hannes Forst-Bereichsleiter Walter Schubach zeigt im Holzzwischenlager Fischerdorf befallene Fichten. (Foto: Hannes Lehner)Foto: Hannes Forst-Bereichsleiter Walter Schubach zeigt im Holzzwischenlager Fischerdorf befallene Fichten. (Foto: Hannes Lehner)

Waldbauernvereinigung und Forstamt bieten Holzzwischenlagerplatz für Borkenkäferbäume in Fischerdorf.

DEGGENDORF Der Bayerwald mit seinen vermeintlich unendlichen Fichtenbeständen siecht dahin. Der Klimawandel setzt dem „Brotbaum“ der Waldbesitzer zu. „Die Lage ist ernst!“, warnt Walter Schubach, Bereichsleiter Forsten im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf. Denn in diesem Jahr wird erneut ein extremes Borkenkäferjahr erwartet.

Die Waldbesitzer selbst sollen unbedingt alle 14 Tage ihre Fichten nach Borkenkäferbefall kontrollieren. Befallene Bäume müssen sofort gefällt, entrindet und mindestens 500 Meter weit aus dem Wald transportiert werden.

Da der Holzmarkt bei starkem Borkenkäferbefall jedoch am Boden liegt und die Sägewerke überlastet sind, wurde von der Waldbauernvereinigung für die Mitglieder ein Holzzwischenlagerplatz in Fischerdorf eingerichtet. Hier befinden sich im Unkreis von 500 Metern keine Fichtenbestände, die vom Borkenkäfer befallen werden könnten. „Es war gar nicht so einfach, im Landkreis Deggendorf einen solchen Ort zu finden“, berichtet Stettmer. Immerhin ist irgendwo ringsum fast immer Wald.

Der Freistaat fördert übrigens die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung.

Den ausführlichen Bericht dazu lesen Sie in Ihrem nächsten Wochenblatt.


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