04.06.2018, 18:01 Uhr

Exkursion für Jung und Alt Fische in der Donau

(Foto: BN)(Foto: BN)

Exkursion für Jung und Alt am Donaustrand zwischen Metten und Deggendorf mit dem fachkundigen Referenten Jörg Kuhn, Geschäftsführer des Fischereiverband Niederbayern e.V.

DEGGENDORF Die Ortsgruppe Bernried-Metten-Offenberg im BUND Naturschutz in Bayern e. V. und das Infohaus Isarmünd laden alle Interessierten am Samstag, 9.6. um 14 Uhr ein. Wir treffen uns beim Wasserwachthäuschen Metten und gehen von dort circa 500 Meter an der Donau entlang zum Strand mit Kiesflächen und Weiden.

Im 70 km langen Abschnitt der freifließenden Donau zwischen Straubing und Vilshofen leben 55 Fischarten. Wir bekommen sie in der Regel nicht zu Gesicht.

In der niederbayerischen Donau sind noch fast alle Fischarten zu finden, die hier auch zu erwarten sind. Typische Donaufische sind die Nase, der Huchen, der Schrätzer, Zingel und Streber. Diese Fischarten haben eins gemeinsam: sie lieben die Strömung im Fluss. Meist sind sie Kieslaicher und finden hier die flach überströmten Kiesbänke, die zum Laichen und für die Jungfischentwicklung nötig sind. In den unverbauten Donauabschnitten können sie ungehindert zu Altwässern und Seitenzuflüssen wandern.

Um die Donau ganzheitlich als Lebens- und Naturraum zu bewahren, ist ein verantwortungs-bewusster ökologischer Flussbau wichtiger denn je. Der ursprüngliche Lebensraum Donau sollte so weit wie möglich wieder hergestellt werden. Gerade beim laufenden Hochwasser-schutzmaßnahmen sollten diese umweltgerecht und vorausschauend umgesetzt werden, so dass das Ökosystem Fluss nicht geschädigt und auch auf die Fischfauna Rücksicht genommen wird. Renaturierungsprojekte entlang der Donau, wie jetzt schon im Bereich der Isarmündung umgesetzt, sorgen für die durchgängige Vernetzung von Gewässern und neue Kiesbänke entstehen. Mit dem Rückbau von Uferverbauungen und Staustufen bei Haupt- und Nebenflüssen sowie den Altwässern erreichen wir wieder die Durchgängigkeit, welche die lebensnotwendigen Wanderungen der Fische und anderer Wasser-Organismen ermöglicht.


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