26.01.2018, 13:14 Uhr

Gefährlich Frühlingsgefühle im Januar

(Foto: arenysam/123RF)(Foto: arenysam/123RF)

Milde Temperaturen locken Tiere und Pflanzen aus ihren Verstecken.

BAYERN Das teils sehr milde Januarwetter mit starken Temperaturschwankungen lässt in Teilen Bayerns schon den Frühling erahnen: Während noch Wintergäste wie Erlenzeisige, Dompfaffen und Kernbeißer am Futterhaus sitzen, singen Sumpf-, Kohl- und Blaumeisen bereits wie im März und die Amseln flöten morgen und abends im Gebüsch.

In der Pflanzwelt sind bereits Winterlinge und Alpenveilchen in den Startlöchern, Christrosen und Leberblümchen stehen in voller Blüte. Die ersten Igel sind aufgewacht, Wildbienen summen umher, kleine Mückenschwärme tanzen in der Sonne und einzelne Käfer und Wanzen sind unterwegs.

Für diese vorgezogenen Frühlingsaktivitäten gibt es zwei Gründe, wie LBV-Sprecher Markus Erlwein erklärt: „Die Tage werden langsam wieder länger und steuern damit bei Tieren den Hormonhaushalt und die Fortpflanzungsaktivitäten. Zudem herrschen milde Tagestemperaturen mit bis zu zehn Grad Celsius und mehr.“ Die Temperatur ist ein wichtiger Motor in der Natur. „Während niedrige Temperaturen mit Frost und Eis die Natur ausbremsen, wirken milde Werte fördernd.“

Allerdings sind bis zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 20. März noch Rückfälle mit bremsend wirkenden Wintereinbrüchen möglich. Denn sobald Väterchen Frost die Natur wieder im Griff hat, kommen alle Frühlingsaktivitäten zum Erliegen – möglicherweise auch zum Nachteil von Pflanzen und Tieren, die sich schon weit vorgewagt haben. So hat der Frost 2017 enorme Ernteschäden an Obstbäumen verursacht.


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