20.08.2020, 13:22 Uhr

Nach Starkregen Über 750.000 Euro Schäden an Waldwegen am Teisenberg

 Foto: Bayerische Staatsforsten Foto: Bayerische Staatsforsten

Die Bayerischen Staatsforsten haben durch die Starkniederschläge vor zwei Wochen erhebliche Schäden hinnehmen müssen.

Aufham. Allein am Forstbetrieb Berchtesgaden müssen Waldwege für etwa 750.000 Euro wiederhergestellt werden. Bis alle Schäden beseitigt sind, werden Waldbesucher am nördlichen Teisenberg zwischen Aufham und Neukirchen dringend um Verständnis und vorsichtige Wegebenutzung gebeten.

Erst jetzt lassen sich die hohen Kosten, die der Starkregen am 4. August an den Waldwegen verursacht hat einigermaßen abschätzen, da zum Teil sehr aufwändige Hangsicherungen notwendig werden. Bis zu 250 Liter pro Quadratmeter sind am nördlichen Teisenberg innerhalb eines Tages vom Himmel gestürzt und haben auch im Staatswald zu Muren, Hangrutschungen und starker Erosion auf Forstwegen geführt.

Vor allem die zahlreichen Mountainbiker, die am Teisenberg auf Waldwegen unterwegs sind, müssen sich der besonderen Gefahren bewusst sein, die mit den Wegeschäden verbunden sind. Auf vielen Wegen haben die Wassermassen scharfkantige Gräben in den Wegekörpern hinterlassen, die zu Stürzen führen können. Dort, wo talseitig die Böschung weggerutscht sind, besteht eine zusätzliche Absturzgefahr.

Da zahlreiche Muren auch Waldwege überschüttet haben, werden seit Tagen unermüdlich Schlamm und Geröll von den Wegen geräumt. Unverständlich, dass ein Baggerfahrer bei der Wiederherstellung der Waldwege von Radfahrern übel beschimpft wurde. „Bitte nähern Sie sich nicht unbemerkt einem Bagger oder anderen Baumaschinen im Einsatz“ warnt Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller, da sich die Geräte unversehens drehen können.

Die Bayerischen Staatsforsten stellen ihr Wegenetz den Erholungssuchenden gerne zur Verfügung und wollen arbeitsbedingte Wegesperren möglichst vermeiden. Wichtig ist jedoch das Verständnis aller Wegenutzer, dass wenn einzelne Wege gesperrt sind, dies aus Gründen der Sicherheit auch respektiert werden muss. Um das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen, wurden und werden aktuell im Bereich des nördlichen Teisenbergs viele Warnschilder ausgebracht. Der Schaden von 750.000 Euro ist für den von Schneebrüchen stark gezeichneten Forstbetrieb Berchtesgaden und die seit 20 Monaten im Dauereinsatz befindlichen Förster sehr schmerzhaft. Umso mehr freut sich Müller über den ungeheuren Einsatz der Beschäftigten, „die durch ihren großartigen Einsatz im Dauerregen viel größere Schäden verhindert haben“.


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