28.11.2019, 11:35 Uhr

Da fühlen die Bienen sich wohl Acht Gärten im Landkreis Traunstein als „Naturgarten“ ausgezeichnet

Obere Reihe: Landrat Siegfried Walch, Melanie Haßlberger (Ruhpolding), Kreisverbandsvorsitzender Florian Seestaller (Inzell), Rudi Bachmaier (Waldhausen), Christa und Michael Luckas (Petting), Maria Wegerer, Kreisfachberater Markus BreierUntere Reihe: Astrid Rimsl (Waldhausen), Hans und Edeltraud Seehuber (Otting), Doreen Maierhofer (Otting), Hans Schmid (Waldhausen), Rudi Maierhofer (Otting) (Foto: LRA TS)Obere Reihe: Landrat Siegfried Walch, Melanie Haßlberger (Ruhpolding), Kreisverbandsvorsitzender Florian Seestaller (Inzell), Rudi Bachmaier (Waldhausen), Christa und Michael Luckas (Petting), Maria Wegerer, Kreisfachberater Markus BreierUntere Reihe: Astrid Rimsl (Waldhausen), Hans und Edeltraud Seehuber (Otting), Doreen Maierhofer (Otting), Hans Schmid (Waldhausen), Rudi Maierhofer (Otting) (Foto: LRA TS)

Acht Gärten im Landkreis Traunstein können sich künftig „Naturgarten“ nennen. Die Gartenbesitzer wurden von Landrat Siegfried Walch, Kreisfachberater Markus Breier und Florian Seestaller (Vorsitzender des Kreisverbands Traunstein für Gartenkultur und Landespflege) bei einer Feierstunde im Landratsamt mit einer Urkunde und einer Plakette ausgezeichnet: Marianne und Hans Schmid (Waldhausen), Astrid Rimsl und Rudi Bachmaier (Waldhausen), Christa und Michael Luckas (Petting), Doreen und Rudi Maierhofer (Otting), Johanna Schritt (Waging), Edeltraud und Hans Seehuber Otting), Evi und Florian Seestaller (Inzell) und Melanie Haßlberger (Ruhpolding).

LANDKREIS. „Wir arbeiten für eine nachhaltige Heimat und wollen unsere einzigartige Natur- und Kulturlandschaft pflegen und erhalten. Deshalb haben wir bereits vor Jahren die Initiative ‚Blühender Landkreis Traunstein‘ ins Leben gerufen und setzen dabei auf Freiwilligkeit, positive Anreize und auf ein Miteinander von allen Beteiligten. Mit der Naturgarten-Initiative wollen wir deutlich machen, dass auch Privatgartenbesitzer einen starken Beitrag für ökologische Vielfalt und Biodiversität in unserer Region leisten können“, erklärte Landrat Siegfried Walch.

Um die Plakette „Naturgarten“ zu erhalten, müssen sich Gartenbesitzer beispielsweise verpflichten, nur organische Dünger und biologische Pflanzenschutzmittel einzusetzen, Torf zu vermeiden und etwa durch Sträucher, Hecken, Blumen oder Kräuter artgerechte Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere zu schaffen, wie Kreisfachberater Markus Breier erläuterte. „Ein Naturgarten fordert eine lebendige Vielfalt von Lebensräumen, eine bunte Mischung vom Bauerngarten bis zur Blumenwiese und vom Trockenbiotop bis zum Gartenteich. Auch ein Naturgarten will gepflegt sein. Naturgarten bedeutet nicht der Wildnis freien Lauf zu lassen, sondern meint das bewusste Gestalten im Einklang mit der Natur“, so Breier.

Gartenbau-Kreisvorsitzender Florian Seestaller machte deutlich, dass Gärten als Orte elementarer Naturerlebnisse und Rückzugsorte für Tiere immer wichtiger werden: „Im Naturgarten kann mehr wachsen und blühen als nur der englische Rasen oder die streng in Form geschnittene Thujenhecke. Dort ist die Musik der Natur zu hören: Das Summen der Insekten, das Zwitschern der Vögel oder das Quaken von Fröschen und Kröten“, so Seestaller, der abschließend betonte: „Jeder kann im Kleinen zur Artenvielfalt beitragen und Teil eines Biotopnetzwerks werden.“


0 Kommentare