22.11.2018, 11:46 Uhr

Gemeinsame Rettungsübung Inzeller Bergwacht rettet verunfallten Waldarbeiter

Rettungsübung der Bayerischen Staatsforsten mit der Bergwacht Inzell am Sulzberg bei Hammer. (Foto: Bayerische Staatsforsten)Rettungsübung der Bayerischen Staatsforsten mit der Bergwacht Inzell am Sulzberg bei Hammer. (Foto: Bayerische Staatsforsten)

Die Bayerischen Staatsforsten und die Bergwacht Inzell probten gemeinsam am Sulzberg bei Hammer den Ernstfall.

BERCHTESGADENER LAND/CHIEMGAU. Am Sulzberg simulierte ein Waldarbeiter des Forstbetriebes Berchtesgaden einen Holzernteunfall auf einer schwer zugänglichen Windwurffläche. Um das Szenario möglichst realistisch zu gestalten, wurden die Forstwirte im Vorfeld nicht über die Übung informiert. So lag die erste Herausforderung zunächst darin, dass die Forstwirte den Unfall des Kollegen zeitnah bemerken.

Bei der Übung reagierten die drei unverletzten Waldarbeiter vorbildlich, indem unmittelbar mit der Erstversorgung begonnen und die Rettungsleitstelle informiert wurde. Um eine schnellstmögliche Bergung des Unfallopfers zu gewährleisten, blieb ein Forstwirt bei der verunfallten Person. Ein weiterer Kollege fuhr zum vereinbarten Rettungstreffpunkt, um die Bergwacht zum Unfallort zu lotsen.

Die Bergwacht Inzell traf 31 Minuten nach Absetzen des Notrufes am Unfallort ein und begann unverzüglich mit der Versorgung des Verunglückten. Weitere 23 Minuten vergingen bis der verletzte Forstwirt durch kompetente Kräfte der Bergwacht unterstützt von fleißigen Händen der Bayerischen Staatsforsten geborgen war. Die Bergung fand mithilfe eines Vakuum-Bergesackes statt, der gemeinsam zum Rettungswagen getragen wurde. In Ernstfällen kann der Verletzte im Bergesack auch durch einen Helikopter transportiert werden.

Es zeigte sich, dass die Forstwirte alle Punkte der Rettungskette verinnerlicht hatten und auch unter Stress souverän abrufen können. Die Bergwacht schätzt die Rettungszeit von 54 Minuten als realitätsnah ein und betont die Wichtigkeit der Rettungstreffpunkte. Dr. Daniel Müller von den Bayerischen Staatsforsten lobte die Bergwacht und zeigte sich mit der Leistung aller Beteiligten an der Rettungsübung sehr zufrieden. Der Inzeller Bergwacht versprach er eine Spende, damit „im Notfall das tolle Team auch gut ausgerüstet ist“.

Auch Wanderer und Sportler können sich, am besten vorab, im Internet (https://www.baysf.de/de/wald-erkunden/rettungstreffpunkte.html) oder mit der kostenfreien App „Rettungstreffpunkte Bayern“ über nahegelegene Rettungspunkte informieren, um im Ernstfall sicher und schnell ihren Standort an die Rettungsleitstelle weiterzugeben.


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