18.03.2020, 13:19 Uhr

Auslichten Jetzt Obstbäume schneiden

Ein 20-jähriger Birnen-Hochstamm nach dem Erziehungsschnitt. Gut erkennbar die Leitäste außen, und eine mit Fruchtästen garnierte Stammverlängerung in der Mitte. Foto: Eder/Landkreis RegenEin 20-jähriger Birnen-Hochstamm nach dem Erziehungsschnitt. Gut erkennbar die Leitäste außen, und eine mit Fruchtästen garnierte Stammverlängerung in der Mitte. Foto: Eder/Landkreis Regen

Gartenfachberater empfiehlt: Im März sollten die Obstgehölze einen Erziehungsschnitt erhalten.

Bayern. „Gleich nach dem Winter und noch bevor die Bäume in Saft kommen ist beste Schnittzeit für Erziehung und Auslichtung an Obstgehölzen“, sagt Klaus Eder, Gartenfachberater des Landkreises Regen. Demnach sollte man die milden Tage im März nutzen, um seine Obstgehölze auf Vordermann zu bringen: Beerensträucher auslichten, Weinreben zurückschneiden, Obstbäume fachgerecht erziehen und auslichten. Auf was dabei zu achten ist, hat Eder nachfolgend zusammengestellt.

Beerensträucher

Johannisbeeren und Stachelbeeren brauchen spätestens alle paar Jahre einen Auslichtungs- und Verjüngungsschnitt. Dazu einfach ältere Triebe an der Basis herausschneiden und für lockere Büsche sorgen. Das bringt größere Früchte und vereinfacht die Ernte. Bei Himbeeren schneidet man alle abgestorbenen und bereits im Vorjahr beernteten Triebe unmittelbar über dem Boden ab. Brombeeren fruchten an Langtrieben des Vorjahres. Triebe, die bereits im vergangenen Jahr Beeren getragen haben sollten etwa eine handbreit über dem Boden abgeschnitten werden.

Buschbäume

Schwächer wachsende Säulen-, Spindel- und Buschbäume müssen weniger geschnitten werden. Um die Schwachwüchsigkeit dieser Baumformen zu erhalten, ist es aber wichtig, dass alle Seitentriebe am Stamm flach nach außen geführt werden und sich nicht zu ausladend entwickeln, damit die Fruchtlast auch getragen werden kann.

Halbstamm-Bäume

Halbstamm-Obstbäume sind grundsätzlich robuster und langlebiger als kleinere Baumformen. Und wer auf richtige Erziehung achtet, kann Jahrzehnte lange Freude mit diesen Obstbäumen haben. Um hier langfristig stabile Kronen zu erreichen, sollten drei Leitäste und eine durchgehende Stammverlängerung erzogen werden.

Allgemein gilt: Damit sich Obstgehölze ertragreich und gesund entwickeln, sollten für die jeweilige Region geeignete Sorten gepflanzt werden. Dies ist insbesondere bei Tafeltrauben, Kern- und Steinobst der Fall.

Wer Info-Material zum Obstbaumschnitt und richtigen Sortenwahl möchte, kann dies über E-Mail anfordern unter: keder@lra.landkreis-regen.de.


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