30.10.2019, 16:12 Uhr

Überleben ist schwer genug Schutzzeit des Auerhuhns beginnt in der Arberregion

Bei der Flucht verbraucht das Auerhuhn ein Vielfaches vom normalen Energiebedarf. (Foto: pm/Karl-Heinz Schindlatz)Bei der Flucht verbraucht das Auerhuhn ein Vielfaches vom normalen Energiebedarf. (Foto: pm/Karl-Heinz Schindlatz)

Das Auerwild ist besonders schutzbedürftig.

ARBERREGION Für das Auerhuhn beginnt jetzt schon die schwere Jahreszeit. Der Winter ist nicht mehr fern und in der kalten Jahreszeit ist das Auerwild besonders schutzbedürftig. Beispielsweise durch abseits der Wege gehende Wanderer und Schneeschuhgeher aufgeschreckt, wird es zur sehr energiezehrenden Flucht veranlasst. Aufgrund des Auffliegens und der hohen Fluchtdistanz muss das Auerhuhn rund den zwölffachen Energieaufwand aufbringen als im normalen Zustand. Wiederholen sich die Störungen, kann dies bis zum Tod des Auerhuhns führen.

Daher gilt vom 1. November bis zum 30. Juni nächsten Jahres in der Arberregion wieder das Wegegebot zum Schutz des Auerhuhns. Vom Mühlriegel über den Kleinen und Großen Arber bis hin zum Bretterschachten, sowie zum Kleinen und Großen Arbersee reicht das Wildschutzgebiet fürs Auerwild. Zudem besteht für Hunde eine ganzjährige Anleinpflicht. Dies beinhaltet die landkreisübergreifende Verordnung, die von den Jagdbehörden der Landratsämter Regen und Cham gemeinsam erlassen wurde. In enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein mit seiner Kampagne „Skibergsteigen umweltfreundlich“ erstellen aktuell die beiden Gebietsbetreuer der Arberregion, Anette Lafaire und Johannes Matt, den Naturschutzbehörden, den Bayerischen Staatsforsten, dem Haus Hohenzollern und den umliegenden Gemeinden eine neue DAV-Karte. Diese wird voraussichtlich im Dezember vor dem Start der Skisaison erscheinen. Mit dieser Karte wird ein weiterer Beitrag zur Besucherlenkung im Winter geleistet.

Jeder Erholungssuchende kann einen Beitrag zum Erhalt des Auerhuhns leisten, indem er auf den markierten Wegen bleibt und nur die gespurten Loipen zum Langlaufen nutzt. Schneeschuh- und Skitouren sind auf die als umweltverträglich ausgewiesenen Routen und markierten Wegen zu beschränken. Mit dieser Rücksicht kann es gelingen, dass der eindrucksvollste Waldvogel des Bayerischen Waldes erhalten bleibt. In der gesamten Arberregion steht den Erholungssuchenden ein breites Wegeangebot für alle Wintersportaktivitäten zur Verfügung, sodass der Winter kommen kann.


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