31.07.2019, 10:45 Uhr

Macht es gut Bayerwald-Luchse sind jetzt Thüringer

Die Luchsin, die zusammen mit einem Kuder aus dem Nationalpark Bayerischer Wald in das Wildkatzendorf Hütscheroda umgezogen ist, fühlt sich dort bereits sehr wohl. (Foto: Bawey/Wildkatzendorf Hütscheroda)Die Luchsin, die zusammen mit einem Kuder aus dem Nationalpark Bayerischer Wald in das Wildkatzendorf Hütscheroda umgezogen ist, fühlt sich dort bereits sehr wohl. (Foto: Bawey/Wildkatzendorf Hütscheroda)

Jungtiere aus den Tier-Freigeländen finden neue Heimat.

LUDWIGSTHAL/NEUSCHÖNAU/HÜTSCHERODA Im Nationalpark Bayerischer Wald ist der Luchs mittlerweile zu einem festen Bewohner der Waldwildnis geworden. Obwohl es seit Jahren eine stabile Population gibt, bekommt man die scheuen Tiere in freier Wildbahn jedoch nur mit sehr viel Glück zu Gesicht. Damit die Besucher des Nationalparks einen Blick auf diese anmutigen Großkatzen werfen können, gibt’s in den beiden Tier-Freigeländen bei Ludwigsthal und Neuschönau großräumige Landschaftsgehege mit Luchsen. Zwei in den Vorjahren dort geborene Jungtiere haben sich nun auf die Reise in eine neue Heimat begeben. Vom Bayerischen Wald aus sind die Luchse an den Rand des Nationalparks Hainich in Thüringen gezogen – genauer gesagt ins Wildkatzendorf Hütscheroda.

Die junge Katze kam 2016 im Nationalparkzentrum Falkenstein, der junge Kuder 2017 im Nationalparkzentrum Lusen zur Welt. Wie üblich, werden Jungtiere sobald sie ausgewachsen sind aus den Tier-Freigeländen an geeignete zoologische Einrichtungen vermittelt. Beide Vierbeiner haben den Umzug gut überstanden. Anfang Juli hat das Paar das neu errichtete Gehege bezogen. Das über 4000 Quadratmeter große Luchs-Areal bietet mit seinem naturnahen Waldbestand, Felsen, Sand- und Liegeplätzen genügend Platz für das Pärchen sowie möglichen Nachwuchs, den man sich für nächstes Jahr erhofft.

Der Luchs-Export aus dem Bayerwald kam über den guten Kontakt der Nationalparks Hainich und Bayerischer Wald zustande. In Thüringen ist die Freude über die zwei frisch eingetroffenen Pinselohren groß: „Wir haben händeringend Tiere gesucht und sind in der jetzigen Konstellation sehr glücklich“, sagt Claudia Wilhelm, Geschäftsführerin vom Wildtierland Hainich. „Im Sinne des Nationalparkgedanken ist dies ein wunderschöner Austausch.“


0 Kommentare