03.07.2019, 11:29 Uhr

Beringungen Großeinsatz für den Storchennachwuchs

Die beiden Jungvögel tragen nun einen Ring mit einer eindeutigen Identifikationsnummer. (Foto: Fabian Wirth/NPV-BW)Die beiden Jungvögel tragen nun einen Ring mit einer eindeutigen Identifikationsnummer. (Foto: Fabian Wirth/NPV-BW)

Jungvögel auf dem Dach der Nationalparkverwaltung erhalten Erkennungsringe.

GRAFENAU So mancher Passant wird sich am vergangenen Wochenende über den Feuerwehreinsatz hinter der Nationalparkverwaltung am Grafenauer Stadtplatz gewundert haben. Dabei rückten die Helfer der Grafenauer Feuerwehr nicht wegen eines Brandes, sondern im Dienste des Naturschutzes aus. Der Korb der Drehleiter stieg über dem Giebel auf – mit dabei waren zwei Vertreterinnen des Landesbunds für Vogelschutz (LBV), um den beiden Jungstörchen auf dem Dach der Verwaltung Erkennungsringe anzulegen. Nach nur wenigen Minuten war die Aktion auch schon erfolgreich beendet und die Storchenfamilie wohlauf.

Die Beringungen sind Teil einer internationalen Kooperation von Wissenschaft und Naturschutz und tragen dazu bei, Routen, Brutplätze sowie das Verhalten der Vögel dokumentieren zu können. Das Anlegen und Tragen der Ringe bereitet den Tieren dabei keinerlei Schmerzen oder Einschränkungen. „Wir nutzen dafür extra Materialien, an denen sich die Tiere nicht wund scheuern können“, erklärt dazu Verena Rupprecht vom LBV Donautal.

Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass solche Ringe verloren gehen und von Menschen gefunden werden. In solchen Fällen kann man sich in der Datenbank unter www.ring.ac Informationen zu Herkunft und Art des Erkennungsrings holen. Auf der Seite können auch per Formular Funde oder Sichtungen der Tiere, die beringt sind, gemeldet werden. Und so hofft auch der Nationalpark, dass man aufgrund von Meldungen nachvollziehen kann, wohin sich die jungen Störche demnächst aufmachen.


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