25.06.2019, 08:52 Uhr

Einblicke Stöbern in fremden Gärten

In Weißenstein öffneten Rosemarie Wagenstaller und Günther Sebald die Türe zu ihrem Garten. (Foto: Langer/Landkreis Regen)In Weißenstein öffneten Rosemarie Wagenstaller und Günther Sebald die Türe zu ihrem Garten. (Foto: Langer/Landkreis Regen)

Großer Andrang bei den offenen Gärten.

LANDKREIS REGEN Zum 19. Mal hatten der Landkreis Regen und der Kreisverband der Gartenbauvereine zum „Tag der offenen Gartentür“ im Landkreis Regen eingeladen. Bei idealem, nicht zu heißem Sommerwetter nutzten über 1000 Besucher die Chance, einen der sieben Gärten im Landkreis Regen zu besuchen.

Offiziell eröffnet wurde der Tag im Garten der Familie Wühr in Schweinhütt. Dort schnitt am Sonntagmorgen der stellvertretende Landrat Willi Killinger zusammen mit Sabine und Alois Wühr und Kreisfachberater Klaus Eder symbolisch das Einlassband durch. „Der Kreativgarten ist überregional bekannt“, sagte Killinger in seiner kurzen Begrüßungsrede. Als Schweinhütter freue es ihn, dass der Start zur Aktion in einem Garten in seinem Wohnort stattfindet. Er selbst kenne den Garten der Familie Wühr gut und er wisse, dass ein 2000 Quadratmeter großer Garten viel Arbeit verursacht. In ihrem Gartenparadies habe die Familie Wühr bereits vor Jahren einen Ort geschaffen, an dem Umwelt- und Klimaschutz großgeschrieben wird. Sabine Wühr bedankt sich für die Anerkennung durch den Landkreis und stellte fest, dass der Garten zwar Arbeit mache, ihr aber viel Freude bereitet. Sie bedankte sich bei ihrer Familie für die Unterstützung und hoffte darauf, dass die Gäste viel Freude beim Besuch haben.

Groß war der Andrang auch in Regen-Weißenstein. Dort begrüßten Rosemarie Wagenstaller und Günther Sebald hunderte Besucher in ihrem naturnahen Garten. Dort konnten die Gäste einen 1400 Quadratmeter großen Hausgarten erleben. „Der Garten wurde im Jahr 2018 als einer der ersten als Naturgarten zertifiziert“, sagt Kreisgartenfachberater Klaus Eder. Er freue sich, dass Wagenstaller und Sebald sich dazu bereit erklärt haben, am Aktionstag teilzunehmen.

Den Sonntagnachmittag nutzte Landrätin Rita Röhrl, die auch Kreisvorsitzende der Gartenbauvereine ist, für einen Besuch mehrerer Gärten. Dabei startete sie in Viechtach im Garten von Karl Reitmeier ihre Besuchstour. Auch dort kamen viele Gäste um den rund 1500 Quadratmeter großen naturnahen Garten mit altem Baumbestand zu erleben. „Bei mir finden Sie 20 verschiedene Baum- und neun verschiedene Farnarten“, berichtete Reitmeier. Eine Besonderheit hätten viele Besucher ohne entsprechende Hinweise fast übersehen. In seinem Garten wächst das gefleckte Knabenkraut, eine der seltenen heimischen Orchideenarten. Röhrl fand viele lobende Worte für den Garten und freute sich, die seltenen Pflanzen zu sehen.

Beeindruckt zeigte sich die Landrätin auch vom gepflegten Garten von Anton und Andrea Voitl in Moosbach. Im Hanggarten fanden die Gäste nicht nur zahlreiche Stauden und Blühpflanzen, sie konnten auch Nutzpflanzen und Hühner besichtigen.

Bereits zum zweiten Mal war der Garten von Veronika und Johannes Dalloz in Kirchdorf im Wald ein „offener“. Auch diesmal kamen die Besucher in Scharen. Sie konnten einen kleinen Naturgarten mit verschiedenen Rhododendren und Kletterrosen, ein Kräuterhochbeet, und einen kleinen Gartenteich bewundern. Die Besonderheit des Gartens von Johannes Dalloz ist, dass er sich um eine Mauersegler-Ansiedlung am Gebäude kümmert. „Derzeit nisten bei uns neun Brutpaare berichtet er“ und wer geduldig war, konnte die Flugkünstler auch beim Anflug auf die Nistkästen bestaunen.

Ein Gartenparadies für alle Bürger bietet der Bürger- und Schulgarten in Frauenau. „Der rund 1000 Quadratmeter große Bürger- und Schulgarten wurde vor sechs Jahren neu angelegt und hat sich prächtig entwickelt“, stellte Landrätin Rita Röhrl anerkennend fest. Gartenbauvereinsmitglied Dr. Manfred Marx betreut den Garten und zeigt mit Blumen- und Gemüse-Mischkultur eine große Artenvielfalt. Viel Lob bekam er auch für die Art der Bewirtschaftung. Mit Hügelbeeten und natürlichen Mitteln habe er den Garten zu einem besonderen Ort gemacht, stellte auch Klaus Eder fest.

Die letzte Besichtigung führte Landrätin Rita Röhrl nach Zwiesel. Dort hat Marianne Hirschbold mit ihrem Garten am Regenfluss einen natürlich anmutenden Familiengarten geschaffen. Durch die Artenvielfalt - bei Pflanzen und Tieren - habe sie einen besonders attraktiven Garten geschaffen. Dafür erntete sie, wie übrigens alle Teilnehmer, viel Lob.

Abschließend bedankten sich die Landrätin und der Kreisgartenfachberater „bei allen, die sich beteiligt haben“ und bei „allen, die zum Gelingen beigetragen haben.“ Hier hoben sie die örtlichen Gartenbauvereine und die Verantwortlichen hervor, die sich an fast allen Orten mit der Verköstigung der Besucher eingebracht haben. Am Ende zeigten sich Röhrl und Eder mit Ablauf und Besucherzuspruch sehr zufrieden. So steht bereits heute fest, dass es im kommenden Jahr den 20. Tag der offenen Gartentür im Landkreis Regen geben wird.


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