25.02.2019, 12:48 Uhr

Aus und vorbei Schwanen-Familienidylle neigt sich ihrem natürlichen Ende zu


Elterntiere versuchen, die Jungschwäne aus dem Stausee zu vertreiben.

RINCHNACHMÜNDT Fast ein Jahr lang war es die perfekte Familienidylle, die sich dem Hobbyfotografen Sebastian Deinböck hier bot. Der Schwanenbeobachter beäugt und fotografiert seit drei Jahren ein Schwanenpaar in Richnachmündt, dort wo die Ohe in den „Regener Stausee“ rinnt. Im vergangenen Jahr haben Schwanenmama und -papa gleich für neunköpfigen Nachwuchs gesorgt. Am 19. Mai knackten die ersten Küken ihre Eierschale. Doch nun zeigt die Natur ein anderes Gesicht. „Da die Brutzeit im März, April wieder beginnt, werden die Eltern die Jungschwäne am Stausee nicht mehr dulden“, weiß Deinböck.

Der Schwanenbeobachter verbringt täglich ein bis zwei Stunden in der Nähe der Schwäne, um sie zu fotografieren. „Es ist einfach faszinierend, zu sehen, welche Entwicklung die kleinen Schwäne machen“, so Sebastian Deinböck. Er war dabei, als sie das Fliegen erlernten. Er bemerkte, dass seit etwa acht Wochen der neunte Jungschwan plötzlich nicht mehr da war. Deinböck legte sich den Winter über auf die Lauer, in der Zeit, in der der Stausee fast komplett zugefroren war. „Das Elternpaar und die acht Jungschwäne mussten sich kleine offene Wasserstellen suchen, um Nahrung zu finden“, beobachtete er. „Meist waren Sie dann im Bereich vom ,Kammerl“ am Stauseeanfang und gleich nach dem Stauwerk flussabwärts.“

Eine Woche lang konnte er die Schwanenfamilie überhaupt nicht entdecken. „Ich dachte mir schon, jetzt sind Sie in einen wärmeren Bereich, Richtung Süden geflogen.“

Aber nun sind Sie wieder da. Die Jungschwäne sind zwar so groß wie die Eltern, aber noch immer ist Ihr Gefieder nicht komplett weiß.

Und er begleitet die Schwanenfamilie jetzt, wenn es heißt, Abschied zu nehmen. „Die Eltern versuchen, die Jungschwäne aus dem Stausee zu vertreiben, aber bis jetzt haben die Jungschwäne noch keine Lust dazu“, so Deinböck. Das wird sich aber bis zum Beginn des neuen Brutgeschäftes im Frühjahr ändern.

Übrigens: Sebastian Deinböck hat vom Beginn der Brutzeit bis jetzt einen Bilder/Videovortrag von den Schwänen, Silberreiher und Stockenten am Stausee erstellt. Dauer ca. 30 Minuten.

Sollte hier jemand Interesse an dem rund 30-minütigen Vortrag haben, kann er sich an das Bayerwald Wochenblatt zwecks Kontaktaufnahme wenden.


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