21.01.2019, 10:36 Uhr

Vortrag Insektensterben, Bienensterben, Artenschwund – ist es wirklich so schlimm?

(Foto: Hannes Lehner)(Foto: Hannes Lehner)

Beim Vortrag am Dienstag, 29. Januar, um 19.30 Uhr im Naturparkhaus in Zwiesel werden unter anderem auch die Konsequenzen aufgezeigt, die ein fortschreitendes Insekten- und Artensterben auf die Lebensmittelversorgung hätte. Es gibt auch Gelegenheit, sich über das Volksbegehren zur Rettung der Arten zu Informieren.

ZWIESEL Wie BN-Kreisgruppen Vorsitzender Roland Schwab erläutert, schreitet das Artensterben stetig voran: Mehr als ein Drittel aller typischen Ackerwildkräuter ist gefährdet. Diese Pflanzen sind Lebensraum und Nahrungsspender für Insekten. Der Bestand an Insekten ist seit 1989 um etwa 75 Prozent gesunken. Das spüren Wanderer, Gärtner und Landwirte. Insekten dienen außerdem als Nahrung für viele Vogelarten. Auch der Bestand der Feldvögel ist seit 1965 um etwa 65 Prozent zurückgegangen. Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie ernst es um die Artenvielfalt bestellt ist. Diese Situation ist umso dramatischer, wenn man bedenkt, dass Insekten nicht nur am Anfang der Nahrungskette stehen. Auch für die Bestäubung und damit für die Produktion von Obst, Gemüse und Futterpflanzen sind Insekten unverzichtbar.

Die „Krefelder Studie“ hat viele aufgeschreckt: Es gibt nur noch einen Bruchteil der früheren Insektenarten und Insektenmenge. Imker beklagen immer wieder große Völkerverluste. Wie konnte das (unbemerkt) geschehen? Was können wir tun? Und gibt es Hoffnung, dass die ursprüngliche Artenvielfalt wieder entsteht?

Landschaftsplanerin und Imkerin Dorothea Haas geht auf diese Fragestellungen ein. Aus eigener Erfahrung und Beobachtung kann sie über den dramatischen Rückgang an Insekten und weiterer Arten auch bei uns vor Ort berichten. Der Vortrag findet in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Bayerischer Wald statt und ist kostenfrei.

„Das große Besucherinteresse, bei diesem kürzlich von der KEB in Viechtach organisierten Vortrag hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich beim ,Volksbegehren Bienen und Artenvielfalt retten‘ mit seiner Unterschrift zu beteiligen. Jetzt haben Sie vom 31. Januar bis 13. Februar die Möglichkeit das fortschreitende Artensterben zu stoppen“, sagt Roland Schwab. „Bitte gehen Sie ins Rathaus und unterschreiben Sie für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, intakte Gewässer und eine lebenswerte Umwelt.“

Weitere Informationen sowie die Rathausöffnungszeiten gibt es im Internet unter www.regen@bund-naturschutz.de.


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