11.10.2018, 07:43 Uhr

Jahrelange Bemühungen zeigen Wirkung Naturpark Bayerischer Wald stellt vier Ranger ein

Die bisher existierenden Gebietsbetreuer – hier im Bild der Arber-Gebietsbetreuer Johannes Matt - erfüllen weiterhin ihre Aufgaben. Zusätzlich gibt es für die übrigen Naturparkbereiche im Bayerischen Wald vier neue Rangerstellen, die derzeit ausgeschrieben werden. (Foto: Naturpark)Die bisher existierenden Gebietsbetreuer – hier im Bild der Arber-Gebietsbetreuer Johannes Matt - erfüllen weiterhin ihre Aufgaben. Zusätzlich gibt es für die übrigen Naturparkbereiche im Bayerischen Wald vier neue Rangerstellen, die derzeit ausgeschrieben werden. (Foto: Naturpark)

Der Naturpark Bayerischer Wald ist einer der größten Naturparke in Deutschland. Das Gebiet umfasst vier Landkreise und 89 Mitgliedsgemeinden mit einer Fläche von 278.000 Hektar. Davon sind fast 75 Prozent der Fläche als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen.

ZWIESEL Nach jahrelangen Bemühungen werden die Naturparke in Bayern nun endlich etwas besser aufgestellt. Bereits letztes Jahr konnte durch eine Initiative des stellvertretenden Vorsitzenden des Naturparkverbandes Bayern Heinrich Schmidt eine Aufstockung der Geschäftsführungspauschale für das hauptamtliche Personal für alle Naturparke in Bayern in Höhe von eine Millionen Euro durch das Umweltministerium erreicht werden. Auch der Bezirk Niederbayern fördert seit letztem Jahr die niederbayerischen Naturparke. Diese hartnäckige Initiative hat bei den Abgeordneten und Ministern zu einer nachhaltigen Wirkung geführt.

In seiner Regierungserklärung hatte der neue Ministerpräsident deshalb im Frühjahr angekündigt, dass die Naturparke in Zukunft besser ausgestattet werden, um Potenziale für den ländlichen Raum besser nutzen zu können.

Bei einem Besprechungstermin im Juni hat der Umweltminister Dr. Marcel Huber die Vorstandsmitglieder des bayerischen Naturparkverbandes entsprechend informiert und eine rasche Umsetzung angekündigt.

Durch ein Schreiben des Umweltministeriums wurde diese Ankündigung nun präzisiert und Einzelheiten und Anforderungen mitgeteilt:

Der Naturpark Bayerischer Wald kann dabei vier neue Rangerstellen mit einer Pauschalförderung zur Kostenabdeckung in Anspruch nehmen. Darüber hinaus kann jeder Bayerische Naturpark ab dem nächsten Jahr ein neues Informationszentrum beantragen. Nachdem der Landkreis Freyung-Grafenau mit seiner gesamten Fläche im Naturpark liegt und sich entlang der Grenze eines der größten zusammenhängenden Biotopverbundnetze mit einer reichen Artenvielfalt befindet, hat der Naturparkvorstand entschieden, das geplante Naturparkzentrum in der Gemeinde Haidmühle zu bauen.

Die vier Personalstellen für die Naturpark-Ranger werden nun ausgeschrieben und nach einem Bewerbungsverfahren ab 1. Februar 2019 besetzt. Sie werden in allen Mitgliedslandkreisen und Gemeinden eingesetzt.

„Wir haben lange für eine Verbesserung gekämpft und freuen uns über die Ausstattung mit Personalstellen und werden damit vor allem im Rahmen der Besucherlenkung und Öffentlichkeitsarbeit einen umweltverträglichen Naturtourismus unterstützen“, erklärt der Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt.


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