29.08.2018, 10:02 Uhr

Am Großen Arber Weg mit den Lupinen


Gemeinsame Entfernungsaktion der Bergwacht Zwiesel und des Naturparks am Großen Arber.

BAYERISCH EISENSTEIN Die Lupine, genauer die Vielblättrige Lupine oder wissenschaftlich Lupinus polyphyllus genannt, wächst nicht nur in Hausgärten und an Straßenböschungen, sondern kommt auch auf 1.456 Meter am Großen Arber vor. Da die Lupine ursprünglich nur in Nordamerika verbreitet war und erst 1826 nach England und 1890 nach Bayern eingeführt wurde, zählt sie zu den neophytischen, sprich gebietsfremden Pflanzen. Die Lupine besiedelt Rohböden und kann durch ihre Knöllchenbakterien an den Wurzeln besonders viel Luftstickstoff binden. Die Wuchsstandorte der Lupine werden somit langfristig mit viel Stickstoff und Nährstoffen angereichert.

Auf dem Großen Arber jedoch gibt es großflächig naturschutzfachlich wertvolle Magerrasen, die sich gerade mit einem sehr geringen Nährstoffanteil auszeichnen. In den Pflanzengesellschaften, wie den Borstgrasmagerrasen und den Zwergstrauchheiden am Arberplateau, ist die düngende Wirkung der Lupine nicht erwünscht. Aus diesem Grund haben die Bergwacht Zwiesel zusammen mit dem Naturpark Bayerischer Wald begonnen, die Lupine zu entfernen.

Nach einer kurzen Erläuterung durch den Gebietsbetreuer für die Arberregion, Johannes Matt, legten die Mitglieder der Bergwacht mit vollem Tatendrang los. Da die Lupine sich größtenteils vegetativ vermehrt, ist es wichtig nicht nur die Samenstände zu entfernen. Der Erfolg wird sich langfristig zeigen, wenn Arten der Magerrasen, wie Ungarischer Enzian, Arnika und Co. weiterhin am Arber wachsen können. Gemeinsam ließ man den Abend in der Schmugglerhütter in Bayerisch Eisenstein ausklingen und vereinbarte wieder gleich weitere Fort- und Ausbildungstermine.


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