30.07.2018, 09:11 Uhr

Abflug nach Afrika Störche stärken sich vor der großen Reise


Jeden Tag kann der aufmerksame Beobachter derzeit zahlreiche Störche in den Nasswiesen in Reichsdorf hinter dem Rehau-Werk 11 sehen, wenn sie entweder morgens oder abends mit ihren langen Schnäbeln nach Nahrung suchen.

KOLLNBURG/VIECHTACH Bürgermeisterin Josefa Schmid freut sich jeden Tag vor der Haustüre über die beliebten, majestätischen Vögel mit ihren langen Beinen, dem charakteristisch langen Hals und dem großen Schnabel. Jedes Jahr sichten wir im Hochsommer hier Weißstörche, aber so viele wie heuer waren es noch nie, freut sich Josefa Schmid über den „Ciconia ciconia“, wie der Weißstorch in der Ornithologie genannt wird. Positiv wird sich dabei wohl auch der neu erbaute Horst am Viechtacher Pfarrhof auswirken, so dass sich die imposanten Vögel mittlerweile auch auf der Viechtacher Pfarrkirche niederlassen. Aktuell sammeln sich die Eltern mit ihren Jungtieren aber auch, um sich im August für ihren großen Abflug über Frankreich und Spanien oder die Türkei und den Nahen Osten Richtung Afrika zu wappnen. Wegen der aktuellen Trockenheit schätzen die Störche als Fleischfresser nun vor allem extensiv bewirtschaftete und feuchtere Wiesen mit der dazugehörigen Fauna aus Insekten, Würmern und Heuschrecken, wie es diese in Reichsdorf Ost noch gibt. Eine weite Reise steht den Weißstörchen jedenfalls noch bevor. In den zwei bis vier Zugmonaten werden die Störche dann im Durchschnitt 150 bis 300 Kilometer pro Tag zurück legen. Und es bleibt für nächstes Jahr zu hoffen, dass sie nach der Überwinterung von ihrer Weltreise wieder nach Viechtach und Umgebung zurückkehren, um hier wieder für Nachwuchs zu sorgen.


0 Kommentare