26.07.2018, 16:21 Uhr

Weltweites Ranger-Netz im Fokus Gäste aus Jamaika beim World-Ranger-Day im Nationalparkzentrum Lusen

Einer der aktuell 26 Ranger im Nationalpark Bayerischer Wald ist Stefan Neuberger, der schwerpunktmäßig unter anderem im Bereich Schachten und Filze eingesetzt ist. (Foto: Thomas Drexler)Einer der aktuell 26 Ranger im Nationalpark Bayerischer Wald ist Stefan Neuberger, der schwerpunktmäßig unter anderem im Bereich Schachten und Filze eingesetzt ist. (Foto: Thomas Drexler)

Ein in Schutzgebieten besonders im Fokus stehender Berufsstand präsentiert sich am Dienstag, 31. Juli, auf vielfältige Weise rund ums Nationalparkzentrum Lusen in Neuschönau. Gemeint sind die Mitarbeiter von Nationalparkwachten, meist nur als Ranger bekannt. Denn an diesem Tag begeht die International Ranger Federation den World-Ranger-Day – auch, um auf die oftmals prekäre Situation in Ländern der Dritten Welt hinzuweisen.

NEUSCHÖNAU Anders als in Mitteleuropa, wo der Job als Ranger nur wenige Gefahren mit sich bringt, ist die Arbeit in anderen Gegenden der Welt teils höchstgefährlich. So sterben pro Woche im Schnitt zwei Ranger während ihrem Dienst – oft sind daran etwa Wilderer schuld. Vor allem in manchen Ländern Afrikas und Asiens ist die Lage besonders angespannt. Deswegen werden im Rahmen des Aktionstags auch Spenden für die The Thin Green Line Foundation gesammelt, die die Angehörigen von ums Leben gekommenen Rangern global unterstützt.

Das Hauptprogramm im Hans-Eisenmann-Haus besteht am 31. Juli jedoch aus Erfahrungsberichten. So werden ab 13 Uhr Ranger aus dem Nationalpark Bayerischer Wald von ihrem täglichen Alltag berichten – dazu kommen Vorträge von Rangern aus dem Nationalpark Šumava in Tschechien sowie aus dem Blue Mountains and John Crow Nationalpark in Jamaika. Aufgelockert wird dies durch zwei Kurzfilme und einen Kurzvortrag von Frank Grütz, Präsident der European Ranger Federation, über das weltweite Ranger-Netzwerk.

Daneben gibt’s einen Infostand im Innenhof des Hans-Eisenmann-Hauses, wo man mit allen Beteiligten ins Gespräch kommen kann. Außerdem präsentieren sich dort die Junior Ranger aus dem Bayerischen Wald. Ab 16 Uhr ist dann Feiern angesagt. Drei Stunden lang spielt die Nationalpark-Band „Woodpecker and the Barkbeatles“ im Freien. Der Eintritt ist frei.


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