12.03.2018, 16:38 Uhr

Weg der Ilz Naturpark Wanderung mit anschließendem Bildervortrag „Ilztal“

(Foto: Naturpark)(Foto: Naturpark)

Nach dem langen Winter mit dem gerade zu Ende gegangenen Kälterekord dieses Jahres waren gut 80 Teilnehmer der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald e.V. zur geführten Wanderung mit dem Gebietsbetreuer Stefan Poost ins Ilztal gefolgt.

ILZTAL Von Jochenstein bis Vilshofen und von weit her aus dem Passauer Land konnten die Teilnehmer begrüßt werden. Über den Schlossberg zur Triftsperre in der Wolfsteiner Ohe bewegte sich eine lange Schlange. Unten angekommen gab es Erläuterungen mit historischen Bildern zur Holztrift. „Alles Wasser aus dem ca. 850 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet der Ilz kommt an der Mündung der Wolfsteiner Ohe in die Ilz zusammen. Ebenso kam das auf dem Wasser transportierte Holz aus dem Bayerischen Wald auf seinem Weg nach Passau genau dort vorbei“, so der Gebietsbetreuer.

Wie lange es gedauert hat bis das Holz in Passau war und der harte Transport der Stammabschnitte durch die Wälder mit dem Holzschlitten an die Bäche, der sogenannte Winterzug, wurde den Teilnehmern erläutert. Weiter ging es der Wolfsteiner Ohe entlang abwärts zur Mündung in die Ilz und zur Schönberger Triftsperre. „Ganz ohne Funk oder Handy hat das ganze gut drei Jahrhunderte funktioniert.“ Dass die Ilztalbahn nicht grundlos an Fürsteneck vorbei fährt konnte den Teilnehmern an den Triftsperren gut erklärt werden. Durch die Verladung des Holzes auf die Schiene konnten etwa 2-3 Wochen der Triftdauer nach Passau eingespart werden. Die Frage, warum man diese historischen Bauwerke nicht besser erhält, konnte während der Wanderung nicht geklärt werden. Über den Schlossberg ging es anschließend zurück zur Schlossgaststätte.

In einer Bilderpräsentation konnten das Gebiet des Naturparks Bayerischer Wald, die Highlights des Iltztales und ebenso der Weg der Ilz vom Rachelsee bis nach Passau bewundert werden. Gelbbauchunken, sibirische Schwertlilie oder die Blume des Jahres 2018, der Vielblättrige Ehrenpreis, für dessen Wiederansiedlung und weitere Verbreitung im Ilztal seitens der Gebietsbetreuung seit mehreren Jahren Projekte laufen, konnten den Teilnehmern neben den enormen Bemühungen und zur Rettung der Flussperlmuschel nähergebracht werden.


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