05.03.2018, 11:32 Uhr

„Atomkraft? Nein danke!“ Mahnwache zum Jahrestag der Fukushima-Katastrophe 2011

Die Initiatoren der Anti-Atomkraft-Mahnwache am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe (v.li.): Christine Hagengruber (Zukunft Viechtach), Gerd Winklbauer und Laura Amberger (beide Kreisvorstand Regen von Bündnis 90 / Die Grünen). (Foto: Bauernfeind)Die Initiatoren der Anti-Atomkraft-Mahnwache am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe (v.li.): Christine Hagengruber (Zukunft Viechtach), Gerd Winklbauer und Laura Amberger (beide Kreisvorstand Regen von Bündnis 90 / Die Grünen). (Foto: Bauernfeind)

Am Sonntag, 11. März, findet in Viechtach wieder eine Fukushima-Mahnwache statt.

VIECHTACH Es soll nicht nur der Opfer der nuklearen Katastrophe in Japan 2011 gedacht werden. Die Organisatoren Christine Hagengruber (Stadträtin Zukunft Viechtach) sowie Gerd Winklbauer und Laura Amberger vom Kreisverband Regen Bündnis 90 / Die Grünen wollen ein Zeichen für die unverzügliche und endgültige Abkehr von der Nuklearenergie setzen und das ungelöste Problem der Atommüll-Endlagerung ins Gedächtnis rufen. „Der große Schock über Fukushima ist vorbei, aber die Gefahren der Kernkraft sind weiterhin akut“, sind sich die drei einig. Bei der derzeit stockenden Energiewende sei die Tür zur weiteren Nutzung von Nuklearenergie in Deutschland nicht endgültig zugeschlagen. Nicht nur die Lebensgefahr betreffe alle Menschen, auch die finanziellen Folgekosten müsse die gesamte Gesellschaft tragen. Forschungsreaktoren werden auch nach dem geplanten Ausstieg aus der Kernkraftnutzung 2022 weiterlaufen, die Nuklearanlage im tschechischen Temelin mit ihren zahlreichen Störfällen bedroht auch den Bayerwald. Über 30 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl sind noch immer Waldfrüchte und Wild in unseren Breiten stark belastet.

Laut Gerd Winklbauer vom Kreisvorstand der Grünen sind bei der Endlagersuche für Atommüll nach wie vor der Bayerische Wald und der Böhmerwald im Gespräch. Für den Frühsommer planen die Grünen daher zusammen mit dem Kreisverband Freyung-Grafenau eine Infoveranstaltung.

Am 11. März 2011 ereignete sich infolge eines Erdbebens der Super-GAU im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Es kam zu mehreren Kernschmelzen, große Mengen an Radioaktivität wurden freigesetzt, mehr als hunderttausend Menschen mussten evakuiert werden, die Spätfolgen sind noch unabsehbar. Nach Fukushima beschloss die deutsche Politik den Ausstieg aus der Atomkraft, der mit der Energiewende hin zu erneuerbaren Quellen einhergehen soll.

Die Mahnwache findet am Sonntagabend ab 18 Uhr vor der Stadtpfarrkirche Viechtach statt. Sie wird ca. eine halbe Stunde dauern. Die Gesamtbevölkerung ist herzlich eingeladen.


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