24.12.2017, 09:00 Uhr

Zum Schutz der Tiere Auf in den Winterwald – doch bitte auf den Wegen

Neue Infotafel zum Auerwildschutzgebiet „Arber“. (Foto: Johannes Matt)Neue Infotafel zum Auerwildschutzgebiet „Arber“. (Foto: Johannes Matt)

Der Winter zeigt sich bereits für uns von seiner schönsten Seite, ausreichend Schnee in den Hochlagen, nicht zu kalt und nicht zu warm. Optimal um seine Ski oder Schneeschuhe zu packen und raus in die Natur zu gehen. Doch wie immer ist „des einen Freud des anderen Leid“, bei uns sind es die Wildtiere die darunter leiden.

ZWIESEL Besonders unerwartete Störungen abseits der Wege und Pisten sind es mit denen sie im Winter zu kämpfen haben. Sie ergreifen die Flucht und verbrauchen dafür enorm viel Energie. Diese müssen sie durch entsprechend viel Nahrung wieder erneuern. Doch gerade die nötige Energie finden sie im verschneiten Winterwald mit den sehr energiearmen Fichten- und Tannennadeln nur spärlich. Besonders im Auerwildschutzgebiet ist es daher wichtig auf den Wegen und Pisten zu bleiben.

Viele Wintersportler kennen die Grenzen des Schutzgebietes noch nicht so genau. Daher haben die Arbergebietsbetreuer, Anette Lafaire und Johannes Matt, in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein im Rahmen seiner Kampagne „Skibergsteigen umweltfreundlich“, den Naturschutzbehörden und den Bayerischen Staatsforsten neue Infotafeln entworfen. Diese weisen die Wintersportler an den Hauptzugangsorten auf das Auerwildschutzgebiet „Arber“ hin. Aufgrund der bereits hohen Schneemengen können die Infotafeln in diesem Winter nur an der Chamer Hütte und an der Zwieseler Hütte installiert werden. Zudem werden gemeinsam mit dem Forstbetrieb Bodenmais, im Auftrag der Naturschutzbehörden, temporäre Schilder an Bäumen befestigt, damit diese Bereiche nicht durchfahren werden. Denn jeder freut sich daran, dass das Auerhuhn langsam wieder vermehrt zu sehen ist, aber immer wiederkehrende Störungen im Winter können den Hungertod bedeuten. Doch wir können diese wunderschöne Winterlandschaft auch von den Pisten und markierten Wegen aus genießen. Daher gilt die Bitte, sich an das Wegegebot zu halten und den Tieren eine Chance geben, damit sie sich in Ruhebereichen ungestört aufhalten können und somit durch den Winter kommen.


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