16.06.2017, 10:36 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Garten Angebote für Nützlinge

Tierschutz im Garten

CHAM Tierschutzorganisationen raten zu einer möglichst natürlichen Bepflanzung im Garten, die auch der Fauna etwas bietet, zum Beispiel durch eine Wildblumenwiese mit einheimischen Blumen. Auch viele Kulturpflanzen bieten Insekten Nahrung. Auf Blüten von Küchenkräutern wie Lauchgewächsen, Lavendel, Oregano, Ysop oder Salbei fliegen zum Beispiel Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Insektenhotels dienen als Unterkunft und Nisthilfe für Wildbienen und Käfer.

Wenn man nützlichen Insekten, Raubmilben, Milben und Spinnen schon im Frühling und Frühsommer genügend Nahrung und Quartier verschafft, wird man mit Schädlingen wie Blattläusen und Raupen weniger Probleme haben. Ein erstes Nahrungsangebot an Pollen bieten Frühblüher. Marienkäfer ernähren sich von Blattläusen, Schlupfwespen nutzen Blattläuse als Wirte für ihre Nachkommen. Auch Schwebfliegen, Florfliegen und andere Nützlinge ernähren sich neben Blütenpollen von den Ausscheidungen der Blattläuse (Honigtau). Bäume und Sträucher sind wertvoller als monotone Rasenflächen.

Nützlinge brauchen sie als Aufenthaltsort, Brutplatz und Nahrungsquelle. Bis zum Frühsommer setzt man keine Insektizide ein. Nützlinge vermehren sich gerade dann. Auch auf Kunstdünger verzichtet man besser, denn chemische Produkte vernichten Insekten. Das wiederum schadet Igeln und anderen Tieren im Garten. Besser sind Komposterde und Rindenmulch zur Düngung. Es sind oft die kleinen Gesten, die schon etwas bewirken können. Hält man als Hobbygärtner einen kleinen Durchschlupf in den Hecken frei, können Igel auf Nahrungssuche einfacher von Grundstück zu Grundstück ziehen. Ein Reisig- oder Steinhaufen in einer wenig genutzten Ecke des Gartens kann Eidechsen ein Zuhause bieten. lps/Cb.


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