15.03.2019, 10:24 Uhr

Aus der Theorie in die Praxis Studenten bauten am Wöhrsee neue Uferbefestigung

25 Studenten der FH Weihenstephan setzen die neue, ingenieurbiologische Uferbefestigung in einem Fachseminar kompetent um. (Foto: Stadt Burghausen/Freudlsperger)25 Studenten der FH Weihenstephan setzen die neue, ingenieurbiologische Uferbefestigung in einem Fachseminar kompetent um. (Foto: Stadt Burghausen/Freudlsperger)

Die Uferverbauung des Wöhrsees ist in die Jahre gekommen, so dass neue Befestigungen notwendig wurden. 25 Studenten der FH Weihenstephan haben sich in einer Lehrbaustelle dem Problem fachmännisch angenommen.

BURGHAUSEN. Es ist knapp 30 Jahre her, dass die Uferverbauung am Wöhrsee gebaut wurde – damals aus Holz. Im Laufe der Jahrzehnte wurde diese marode, so dass das Ufer immer weiter abbrach. Vor allem auf der Pulverturmseite konnte es vorkommen, dass der Wöhrseerundweg deshalb unter Wasser stand. Damit das Ufer nicht noch weiter erodiert, wurde eine neue Verbauung nötig. „Um das Ganze im Landschaftsschutzgebiet naturnah zu gestalten, ist eine ingenieurbiologische Bauweise die beste Wahl“, so Sarah Freudlsperger vom Burghauser Umweltamt. „Dabei werden biologische, lebende Baustoffe wie Pflanzenteile, die später austreiben und wurzeln, in Kombination mit Baustoffen wie Holznägeln, Kokosmatten, Ästen und Reisig verbaut. Somit können naturnahe Gewässerstrukturen und Habitate mit ökologischer und gestalterischer Qualität geschaffen werden, die relativ einfach und kostengünstig umzusetzen sind und vor allem eine dauerhafte Sicherung erreichen. Grundsätzlich ist ein naturnahes Ufergehölz die stabilste, dauerhafteste und ökologischste Sicherung eines Gewässerufers.“

In den Weidenfaschinen und Kokoswalzen, die zusammen mit Raubäumen eingebaut wurden, wurden für Jungfische Ruhebereiche, Laichplätze und auch Totoholzstrukturen als Nahrungs– und Unterschlupfquelle geschaffen. Umgesetzt wurde die neue Verbauung im Zuge einer Lehrbaustelle der FH Weihenstephan gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein und Unterstützung der städtischen Gärtner. Im Zuge eines Fachseminars hatten 25 Studenten so die Möglichkeit, ihr theoretisch erlerntes Wissen in der Praxis umzusetzen. Die Studenten des Landschaftsbau- und managements sowie der Landschaftsarchitektur waren in der Zeit in der Jugendherberge untergebracht.


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