18.05.2018, 09:09 Uhr

Gründungsversammlung Erste Kreisgruppe des Ökologischen Jagdverbands Bayern gegründet

v. links, Dr. Wolfgang Kornder (Vorsitzender ÖJV Bayern) und die Vorstandschaft der Kreisgruppe, Benedikt Benninger (Schatzmeister), Ulrich Haizinger (1. Vorsitzender), Paul Sageder (2. Vorsitzender) und Christian Heyer (Schriftfüher) (Foto: oejv)v. links, Dr. Wolfgang Kornder (Vorsitzender ÖJV Bayern) und die Vorstandschaft der Kreisgruppe, Benedikt Benninger (Schatzmeister), Ulrich Haizinger (1. Vorsitzender), Paul Sageder (2. Vorsitzender) und Christian Heyer (Schriftfüher) (Foto: oejv)

- Mit großer Entschlossenheit gründete sich am 4. Mai die Kreisgruppe Altötting-Mühldorf des Ökologischen Jagdvereins Bayern e.V. Sie ist damit die erste ihrer Art im Landesverband. Sogar der Landesvorsitzende Dr. Wolfgang Kornder war eigens zur Kreisgruppengründung in Jagdschule Sageder nach Rattenkirchen gereist. „Wir betreten Neuland, aber Gutes!“, so Kornder zur Gründung.

HAUN/RATTENKIRCHEN. Die Gründungsversammlung wählte einstimmig den Vorstand. Als erster Vorsitzender wurde Ulrich Haizinger, als sein Stellvertreter Paul Sageder, Benedikt Benninger zum Schatzmeister und Christian Heyer zum Schriftführer gewählt.

Die Mitglieder der Kreisgruppe bilden die Mitte der Gesellschaft ab, von Landwirten/Waldbauern, sowohl ohne als auch mit Jagdschein, Studenten und anderen Berufsgruppen ist alles vertreten. Auch einige Förster können ihr Fachwissen in puncto Forstwirtschaft und Wildtiermanagement einbringen.

Erklärtes Ziel der Kreisgruppe ist es, das Bewußtsein der Grundeigentümer zu stärken, daß das Jagdrecht untrennbar mit Grund und Boden verbunden ist und durch dieses Eigentumsrecht Einfluß auf die Jagdausübung genommen werden kann. Der Grundeigentümer formuliert über dieses Recht seine waldbaulichen Ziele. Da dies viel zu oft durch falsch verstandene Hege, nicht mehr zeitgemäße Trophäenjagd und überbordende Bürokratie behindert wird, ist es nach Überzeugung der Mitglieder von enormer Bedeutung, das auf Landkreisebene ein Zeichen für eine zukunftsorientierte und auf wissenschaftlichen Fakten basierende Jagd zu setzen.

Um diese Ziele zu erreichen setzt man auf Information, wie in der Versammlung deutlich wurde. Diese Informationen beziehen sich zum einen auf die ökologischen Zusammenhänge in der Natur in einer immer mehr naturentfremdeten Gesellschaft und zum anderen auf die verschiedenen Möglichkeiten zur Gestaltung des Jagdrechts. Mit einigen Beispieljagdrevieren in den beiden Landkreisen, gibt es gute praktische Anschauungsobjekte. Mit dieser Erfahrung soll auch anderen Waldbesitzern und Jägern mit Rat und Tat zur Seite gestanden werden. „Auch wenige, dafür engagierte Hände können vieles bewegen.“, erklärte der frisch gewählte Vorsitzende Ulrich Haizinger zu den geplanten Vorhaben.

Neben der Kreisgruppengründung waren auch andere Themen Bestandteil der Versammlung. In Bezug auf die drohende Afrikanische Schweinepest wurde die zur Nachtzieltechnik ablehnende Haltung der oberbayerischen Landratsämter diskutiert. Das bayerische „Verbissgutachten“ wurde als wichtiges, objektives Instrument zur Abschussplanung erachtet.

Die erste Versammlung kann als großer Erfolg angesehen werden. Die junge Kreisgruppe freut sich auf neue Mitglieder und lädt alle am Wald und an der Jagd Interessierten ein, sich ihr anzuschließen.


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