11.05.2018, 11:58 Uhr

Wegen einer Vielzahl an Aktivitäten Burghausen bleibt Fairtrade-Stadt

Freuen sich über die Titelverlängerung „Fairtrade-Stadt“ Burghausen Julia Geith (v.l.), Leiterin der Steuerungsgruppe Sabine Bachmeier, Blumenhändlerin Christa Buchner (Blumen Buchner), Blumenhändlerin Anita Schweiger (Form & Blume), Anna Schleindlsperger (Blumengalerie Burghausen), Christoph und Elisabeth Bergmann mit Anna (3) und Sebastian (6) sowie Vorsitzende FairHandeln e.V. Birgit Reineke-Reiprich. (Foto: Königseder/Stadt Burghausen)Freuen sich über die Titelverlängerung „Fairtrade-Stadt“ Burghausen Julia Geith (v.l.), Leiterin der Steuerungsgruppe Sabine Bachmeier, Blumenhändlerin Christa Buchner (Blumen Buchner), Blumenhändlerin Anita Schweiger (Form & Blume), Anna Schleindlsperger (Blumengalerie Burghausen), Christoph und Elisabeth Bergmann mit Anna (3) und Sebastian (6) sowie Vorsitzende FairHandeln e.V. Birgit Reineke-Reiprich. (Foto: Königseder/Stadt Burghausen)

Fast alle Blumenläden handeln fair – Aventinus Gymnasium ist Fairtrade-Schule

BURGHAUSEN. Seit 2012 ist Burghausen offiziell Fairtrade-Stadt. Ein Titel, der nicht leichtfertig von TransFair (Verein zur Förderung des Fairen Handels e.V.) vergeben wird und auch alle zwei Jahre automatisch ausläuft, sofern keine Verlängerung beantragt wird. Burghausen hat es allerdings erneut dank vieler Fairtrade-Aktivitäten in der Stadt geschafft, den Titel wieder zu erhalten. Dafür gilt es fünf Hauptkriterien zu erfüllen: Der Stadtrat muss zustimmen, eine lokale Steuerungsgruppe muss aktiv Fairtrade-Themen in den Bereichen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einbringen, Fairtrade-Produkte müssen im Einzelhandel präsent sein, Fairtrade-Produkte müssen in öffentlichen Einrichten wie Schulen oder Behörden Verwendung finden und die Medien müssen über all

diese Aktivitäten regelmäßig berichten. „All das erfüllt Burghausen vorbildlich, auch wenn wir immer noch ein gutes Stück Arbeit vor uns haben“, sagt Sabine Bachmeier, Leiterin der Steuerungsgruppe und Stadträtin.

Durch das vielschichte Engagement der Steuerungsgruppe hat sich ein eigener Fairtradeverein FairHandeln e.V. gegründet, der den EineWeltLaden in den Burghauser Grüben ehrenamtlich betreibt und sich im Jahreslauf an diversen Festen / verkaufsoffenen Feier- und Sonntagen mit Vereins-Aktionen wie z.B. Upcycing beteiligt. Außerdem beschafft die Stadtverwaltung abhängig von verschiedenen Kriterien nach Möglichkeit Lebensmittel wie Säfte / Kaffee aus Fairem Handel und auch bei Neuanschaffung von Textilien / Möbeln wird geprüft, ob Waren aus Fairem Handel in Betracht kommen.

Zudem kauft die Stadt Burghausen Blumensträuße für Gratulationen grundsätzlich aus Fairem Handel. „Das hat mit dazu beigetragen, dass die Burghauser Blumengeschäfte heute nahezu alle Blumen aus Fairem Handel führen“, weiß Sabine Bachmeier. Darüber freut sich auch der Verein FairHandeln e.V., der bereits des Öfteren z.B. zum Muttertag Aktionen mit fairgehandelten Rosen durchgeführt hat. „Je mehr Ladeninhaber überzeugt sind, dass Fairer Handel auch für sie attraktiv sein kann, desto breiter

wird der Bekanntheitsgrad und die Nachfrage“, ist Birgit Reineke-Reiprich, Vorsitzende des Burghauser Fairtrade-Vereins sicher.

Ein weiteres Feld sind etwa die Fairtrade-Schulen. Hier hat sich beispielsweise Stefan Angstl federführend engagiert, weswegen das Burghauser Aventinus Gymnasium heute offiziell Fairtrade-Schule ist. Außerdem hat mit dem Modehändler Mayer in der Burghauser Altstadt in Sachen Faire Kleidung nachgezogen und führt jetzt eine moderne, junge Linie, die Fairtrade zertifiziert ist. „Ein großer Erfolg war auch, dass in Burghausen nur noch Faire Grabsteine verarbeitet bzw. aufgestellt werden dürfen“, erklärt Sabine Bachmeier.

Ein Bereich, der in der Salzachstadt bisher noch etwas vorsichhin dümpelt in Sachen Fairtrade sei die Gastronomie. „Hier wäre viel häufiger ein Nebeneinander wünschenswert. Das heißt, wenn ich Kaffee aus Fairem Handel trinken möchte, dann habe ich im besten Fall die Wahl, ob ich ein Produkt aus herkömmlichem Handel oder aus fairem Handel konsumieren möchte“, so Bachmeier. Eine Idee könnte sein, dass ein P-Seminar eine Art „Fairen Einkaufsführer“ entwickelt, um dem Endverbraucher einen Überblick über Geschäfte und Lokale mit Fairem Engagement zu geben. „Aber wir geben nicht auf und werden uns weiter für die Faire Sache einsetzen“, betonen Sabine Bachmeier und Birgit Reineke-Reiprich. Für die Blumengeschäfte indes habe es sich gelohnt, Faire Blumen anzubieten: „Es kommt nicht so selten vor, dass Kunden auch aktiv danach fragen“, sagt Christa Buchner von Blumen Buchner in Burghausen.

Die bereits bekannten Termine von FairHandeln e.V. 2018

Sommerfest am Grillplatz im August

Ferienprogramm 2018:

9.8. Uli Ott: Mut Mach Märchenlesung

16.8. Mirjam Steiner und Steffi Pittner: Basteln

Faire Wochen 2018 : 14. – 18. September

Stand am Wochenmarkt, Film im Anker /Kinderfilm; _ Faire Andacht

_ Nacht der offenen Kirchen am 6.10. ca. 19 – 23 Uhr

Vereins-Ausflug Donnerstag 11. Oktober nach Salzburg

Kreativtag Stethaimer GS z.B. Regenmacher basteln, ...

_ Weihnachtssterne mit Kindern basteln

Vorbereitungstreffen für die Aktionen im 2. Halbjahr

am 14.6. um 17 Uhr im Cafe am Bichl


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