19.04.2018, 12:14 Uhr

Müllmänner für einen Tag Grundschüler machen Burghausen sauber


Burghauser Umweltamt sensibilisiert die Kleinsten für Müllprobleme

BURGHAUSEN. Schüler der Johannes-Hess-Grundschule haben am Mittwoch, 11. April, an einer Müllsammelaktion teilgenommen, die von den FÖJ’lerinnen Denise Betha und Anna Mayer des städtischen Umweltamtes organisiert wurde.

Die vierzehn kleinen Helfer aus der Ganztagesklasse der Johannes-Hess-Schule, haben sich am Nachmittag fleißig auf die Suche nach Müll in Burghausens Straßen gemacht. Allesamt waren erstaunt über die teils eigenartigen und außergewöhnlichen Fundstücke, die sie entdeckt haben – von zahlreichen Schnullern über Decken und gefüllte und liegengelassene Hundekacktüten, war alles dabei.

Vor allem aber haben die Kinder einen Einblick bekommen, wie viel Müll wir Menschen produzieren und dass es falsch ist, diesen ohne großartig darüber nachzudenken, irgendwo in die Natur zu werfen.

„Die Aktion soll die Kinder für die sinnlose Umweltverschmutzung sensibilisieren. Die Kinder sehen durch das Aufsammeln wie viel Müll in der Gegend herumliegt und verstehen, dass das unserem Planeten schadet. So denken die Kinder vielleicht das nächste Mal genauer über die Auswirkungen nach, bevor sie ihren Eisbecher achtlos wegwerfen“, so Anna Mayer, aus dem Umweltamt.

Dennoch lässt sich feststellen, dass die Stadt Burghausen vergleichsweise sauber ist. Außer Zigarettenstummel, die man wirklich überall finden konnte, waren die Straßen relativ frei von Müll. So ist die Ausbeute der Sammler auch recht spärlich ausgefallen – etwa sieben Müllsäcke wurden bis zum Ende des Tages gefüllt. Trotzdem gab es von allen Seiten sehr viel positives Feedback. Eine Dame hat den Kindern für ihr Engagement sogar ein Eis ausgegeben.

Von der Schule aus ist die Gruppe, begleitet von der Klassenleiterin Hedwig Mittermeier und den beiden FÖJ’lerinnen, durch die Innenstadt und über den Hofberg in die Altstadt gegangen. Weiter durch die Grüben, am Ufer des Wöhrsees entlang und rauf zum Schwammerl – wo viele Jugendliche gerne ihren Unrat hinterlassen – wurde gesammelt. Die Firma Reisinger hat die Klasse bei der Aktion unterstützt und die Kinder für das Sammeln mit Arbeitshandschuhen ausgestattet.

Die FÖJ’lerinnen haben die Müllsammelaktion auch als Gelegenheit genutzt, den Kinder die Müllthematik anschaulich näherzubringen. Dabei wurden Themen wie Mülltrennung, Recycling aber auch Alternativen zum Wegwerfen und die negativen Auswirkungen, die der Müll auf unseren Planeten hat, angesprochen. So manch ein Kind war erstaunt darüber, in welchem Ausmaß wir unseren Planeten und v.a. unsere Ozeane verschmutzen. Beispielsweise hat sich im Pazifik so viel Müll angesammelt, dass auf der Wasseroberfläche eine „Müllinsel“ in der Größe Indiens schwimmt.

Die Lehrerin der Klasse, Hedwig Mittermeier, über die Sammelaktion: „Es war eine sehr schöne Aktion, die mir gezeigt hat, dass es wichtig ist, möglichst früh schon ein Bewusstsein für den Umweltschutz in die Köpfe zu pflanzen. In diesem Alter sind Kinder noch sehr empfänglich und wollen aktiv mitwirken.“

Umso wichtiger ist es, dass gerade die junge Generation ein Umdenken im Umgang mit Müll startet, um unseren Planeten in Zukunft vor weiteren Verschmutzungen zu schützen.

Die Klasse 3a möchte sich weiterhin aktiv für den Umweltschutz einsetzen: Gemeinsam haben die Kinder beschlossen, im Rahmen des Sportunterrichts, einmal im Monat zu „ploggen“. Plogging ist eine neue Trendsportart aus Schweden, die Müllsammeln und Jogging verbindet – die Klasse läuft zusammen durch die Stadt und sammelt dabei den auf den Straßen liegengebliebenen Müll ein. So kommen die Kinder nach draußen, bewegen sich an der frischen Luft und tun auch noch etwas Gutes für unsere Umwelt.


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