23.11.2017, 15:12 Uhr

Landkreis-Energiepreis 6.000 Euro für innovative Projekte

(Foto: Sparkasse)(Foto: Sparkasse)

Drei Preisträger beim Sparkassen-Energiepreis des Landkreises Altötting

LANDKREIS. Der Sparkassen-Energiepreis des Landkreises Altötting ist seit vier Jahren auf der Suche nach Projekten, Initiativen oder Technologien zur Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz, zur Erzeugung regenerativer Energien oder zur alternativen Mobilität. Zwölf Bewerbungen gingen ein, so viele wie noch nie. Das Teilnehmerfeld umfasst Kommunen, Unternehmen, Genossenschaften sowie Privatpersonen.

Die Bewerbungen kamen aus den Bereichen Effizienzverbesserung von Häusern, Energiesystemen, Druckern, der Versorgung von Häusern mit nachhaltiger Energie, Maßnahmen zum Lärmschutz in Verbindung mit Stromerzeugung und der Software- und Tüftlerentwicklung.

Platz 1 holte sich die PV-Lärmschutzwand der EnergieGenossenschaft Inn-Salzach eG (EGIS) und der Stadt Neuötting. In der Neuöttinger Badstraße 3 wurde 2016 an der alten B 12 eine neue Lärmschutzwand errichtet.

Das Besondere daran ist die Kombination aus Lärmschutz und Stromerzeugung. Das Kombinieren von Lichtdurchlässigkeit, Lärmschutz sowie Stromerzeugung ist in dieser Form einmalig und nimmt eine Vorreiterrolle ein. Das Konzept dieser Wand wurde eigens für dieses Projekt entwickelt und erstmalig umgesetzt.

Den zweiten Platz belegt Familie Winterer aus Halsbach. Sie errichteten 2014/2015 ein Sonnenhaus mit KfW40-Standard. Ziel des Neubaus war die Schaffung eines Mehrgenerationenhauses mit drei Nutzungseinheiten und einem hohen solaren Deckungsgrad. Die Jury prämiert diese ideelle Denkweise, weil es nur selten zu sehen ist, dass beim Hausbau vor allem auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Ein zusätzliches Highlight ist die Anschaffung eines Elektroautos, denn so deckt die Familie alle Felder der Energiewende ab – Strom, Wärme und Mobilität.

Platz 3 ging an das Projekt „Microgrid“ von Florian Antwerpen, das Resultat seiner Bachelorarbeit an der Technischen Universität München. Die Software, die er hierbei entwickelte, ermöglicht es, abzuschätzen, wie sich der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Integration eines Batteriespeichers auf ein industrielles oder gewerbliches Stromnetz auswirken.

Der Batteriespeicher dient zum Abfangen von Spitzenlasten im Strombedarf und kann so die Kosten für den Stromabnehmer senken. Die Software hilft dem Anwender, sein Stromnetz zu optimieren.


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