10.11.2013, 08:03 Uhr

Gebühren GEZ-Geldmaschine: ARD und ZDF nehmen 500 Millionen Euro mehr ein

Der Städte- und Gemeindebund denkt über einen geschlossenen Boykott der neuen Rundfunkgebühr nach. Zuletzt hatte Köln erklärt, vorerst keine Gebühren mehr zu bezahlen, weil die Berechnung des Beitrages unklar sei. (Archivbild) Streit um GEZ-Beiträge Foto: © 2013 AFPDer Städte- und Gemeindebund denkt über einen geschlossenen Boykott der neuen Rundfunkgebühr nach. Zuletzt hatte Köln erklärt, vorerst keine Gebühren mehr zu bezahlen, weil die Berechnung des Beitrages unklar sei. (Archivbild) Streit um GEZ-Beiträge Foto: © 2013 AFP

Der neue Rundfunkbeitrag bringt ARD und ZDF nach Informationen des SPIEGEL offenbar erheblich höhere Einnahmen als bisher geschätzt. Sollten die neuen Prognosen zutreffen, könnte der Rundfunkbeitrag sogar gesenkt werden, heißt es in Senderkreisen.

DEUTSCHLAND Neue Szenarien, mit denen sich die Gebührenkommission KEF in der kommenden Woche beschäftigt, gehen davon aus, dass ARD und ZDF in dieser Gebührenperiode bis zu 500 Millionen Euro mehr einnehmen, vor allem wegen der neuen Regelung für Betriebsstätten. Die ARD verweist darauf, dass erst am Jahresende eine seriöse Bewertung möglich sei. Das Geld könnte zum größten Teil für eine Senkung des Beitrags verwendet werden, da die Prüfer der KEF bei der ARD rund 300 Millionen Euro an Eigenmitteln, Einnahmemöglichkeiten und ähnlichem aufspürte (sogenannte Zuschätzungen), die nach Ansicht der KEF erst einmal realisiert werden müssen, bevor Beitragsgelder angerührt werden dürfen. Mit diesen Mitteln könnte das ARD-Defizit von knapp 200 Millionen Euro für die laufende Gebührenperiode deutlich ausgeglichen werden. Derzeit laufen Gespräche zwischen KEF und ARD, inwieweit die KEF-Annahmen realistisch sind.


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