19.10.2017, 11:36 Uhr

Am 25. Oktober: Startschuss für den ersten autonom fahrenden Bus

Auf dem Gelände des Euref-Campus in Berlin-Schöneberg erprobt  die DB gemeinsam mit dem Forschungszentrum InnoZ, das mehrheitlich  von der DB geführt wirdeinen autonomen Buslinienbetrieb mit dem  Prototyp-Fahrzeug des Startups Local Motors.  Foto: Volker Emersleben (MediaPortal der Deutschen Bahn)Auf dem Gelände des Euref-Campus in Berlin-Schöneberg erprobt die DB gemeinsam mit dem Forschungszentrum InnoZ, das mehrheitlich von der DB geführt wirdeinen autonomen Buslinienbetrieb mit dem Prototyp-Fahrzeug des Startups Local Motors.  Foto: Volker Emersleben (MediaPortal der Deutschen Bahn)

Die Genehmigungen liegen vor, der Start für den ersten autonom fahrenden Bus erfolgt am 25. Oktober in Bad Bernbach.

BAD BIRNBACH Die Regierung der Oberpfalz erteilte der RBO (Regionalbus Ostbayern GmbH) die Ausnahmegenehmigung für ein fahrerloses Sonder-KFZ zur Personenbeförderung der Firma EasyMile aus Frankreich. Der elektrisch betriebene Kleinbus befördert bis zu sechs Fahrgäste und verfügt weder über einen aktiven Fahrer noch ein Lenkrad.

Seinen Weg findet das elektrisch angetriebene Fahrzeug mittels eines speziellen Systems aus Kameras, Abstandsmessern, Sensoren und eines GPS-Moduls. Das innovative Fahrzeugkonzept wird von der RBO im niederbayerischen Kurort Bad Birnbach eingesetzt und auf seine Alltagstauglichkeit getestet. Der Bus wird im Shuttleprinzip auf einer knapp 1,5 Kilometer langen Strecke zwischen der Rottal Terme und dem Ortszentrum verkehren. Den Startschuss für den Betrieb in Bad Birnbach gibt am 25. Oktober DB-Chef Dr. Richard Lutz.

Die Regierung der Oberpfalz ist aufgrund einer Sonderzuständigkeit als einzige Genehmigungsbehörde in Bayern befugt, derartige Ausnahmegenehmigungen von den technischen Normen der Straßenverkehrszulassungsordnung zu erteilen. Aus Sicherheitsgründen ist der Fahrbetrieb auf maximal 15 km/h beschränkt, ferner hat die Regierung der Oberpfalz in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr weitere sicherheitsrelevante Auflagen im Genehmigungsbescheid verfügt.

Die Wichtigste: Für den im Fahrzeug anwesenden „Sicherheitsoperator“ muss ein jederzeit greifbarer Joystick eingebaut sein, außerdem darf der Minibus nur auf einer besonderen von den Straßenverkehrsbehörden in Niederbayern bestimmten und freigegebenen Strecke eingesetzt werden. Grundlage der Ausnahmegenehmigung ist ein technisches Gutachten des TÜV Süd.

Auf der Basis der von der Regierung der Oberpfalz erteilten Ausnahmegenehmigung hat das Landratsamt Rottal-Inn das innovative Fahrzeug bereits zugelassen und eine streckenbezogene Erlaubnis erteilt. Da der Kleinbus im öffentlichen Linienverkehr eingesetzt werden soll, war auch eine personenbeförderungsrechtliche Genehmigung der Regierung von Niederbayern erforderlich, die inzwischen ebenfalls bereits vorliegt. 

Weitere Informationen zum fahrerlosen Bus unter  www.deutschebahn.com 


0 Kommentare