03.09.2020, 08:25 Uhr

Spielbetrieb eingestellt Kein Wettkampfbetrieb mehr für die Attinger Wölfe im Jahr 2020 – „sehr bitter und frustrierend“

Attings Kapitän Fabian Hillmeier (links) im Finale des Vorjahres gegen die Kassel Wizards. Der IHC Atting wurde damals Meister der 2. Bundesliga Süd.  Foto: Harald Schindler/www.fotograf-straubing.deAttings Kapitän Fabian Hillmeier (links) im Finale des Vorjahres gegen die Kassel Wizards. Der IHC Atting wurde damals Meister der 2. Bundesliga Süd. Foto: Harald Schindler/www.fotograf-straubing.de

Im Inline-Skaterhockey findet in der Saison 2020 kein offizieller Spielbetrieb mehr statt. Der deutsche Dachverband ISHD und der bayerische Landesverband BRIV sagten am Mittwochabend alle Ligen für das laufende Jahr ab. Davon sind auch die sieben Mannschaften des IHC Atting betroffen.

Atting. Beide Verbände hatten einen Start Anfang September veranschlagt. Doch das Bundesland Bayern hat Anfang der Woche die Infektionsordnung noch einmal bis 18. September verlängert. In beiden Bundesligen sind je ein bayerisches Team betroffen – in Liga 1 der TV Augsburg, in Liga 2 der IHC Atting. Somit war auch ein Spielbetrieb in zwei Gruppen bis Ende der Saison nicht mehr durchführbar. Die ISHD bietet den Bundesligisten aber eine Art Einladungsturnier an, da in verschiedenen Bundesländern ein Spielbetrieb unter besonderen Auflagen möglich ist.

„Auch wenn man schon damit rechnen musste ist das alles sehr bitter und frustrierend“, sagt Jürgen Amann, Trainer der Attinger Bundesligamannschaft. „Man kann jetzt nur hoffen, dass der Schaden für uns und unseren Sport so gering wie möglich ausfallen wird.“ Die Wölfe hatten 2019 den Meistertitel in der 2. Bundesliga Süd gewonnen.

Auch die fünf Nachwuchsmannschaften (U10, U13, zweimal U16 und U19) des IHC und die Zweitvertretung in der Regionalliga sind betroffen. „Selbst wenn der Fall eintreten sollte, dass am 18. September grünes Licht gegeben wird, würde eine Saison wohl nicht vor Anfang Oktober starten können“, sagte BRIV-Kommissionsvorsitzender Thomas Weiß (Deggendorf). „Ein sportlich aussagekräftiger Spielbetrieb macht aufgrund der dann arg verkürzten Restzeit im Jahr 2020 keinen Sinn mehr.“

Fabian Hillmeier, Kapitän der Bundesligamannschaft und gleichzeitig Sportlicher Leiter, spricht von einer vernünftigen Entscheidung. „Alles andere wäre nur erzwungen.“ Er richtet ein Lob an „Trainer, Betreuer und Spieler, die sich in der schwierigen Zeit vorbildlich verhalten haben.“ Nach dem Lockdown organisierten diese einen Kleintrainingsbetrieb in mehreren Gruppen auf den Attinger Freiluftplätzen, ab Mitte Juni kehrten alle Mannschaften mit einem speziellen Hygienekonzept in die Attinger Hockeyhalle zurück.

Für den Rest des Jahres wolle man noch Freundschaftsspiele organisieren. „Wichtig ist jetzt aber auch, dass wir weiter als Verein treu nach unserem Motto ,zamhoidn‘und die spielfreie Zeit bestmöglich überbrücken und frisch in die neue Saison 2021 starten“, sagt Hillmeier. Dann bietet die Halle auch mehr Komfort. Bis Jahresende soll der Kabinenausbau mit Sanitärtrakt abgeschlossen sein, zudem wurde eine moderne Anzeigentafel angeschafft.


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