06.11.2019, 14:36 Uhr

Handball HSG Straubing vs. TSV Schleißheim – katastrophale erste Halbzeit besiegelte Straubinger Niederlage

Zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr im Straubinger Angriffsspiel. (Foto: Diana Tröger)Zu wenig Druck auf die gegnerische Abwehr im Straubinger Angriffsspiel. (Foto: Diana Tröger)

Die Damen-Mannschaft der HSG Straubing empfing am vergangenen Wochenende den Tabellenführer aus Schleißheim. Die Gastgeberinnen nahmen wohl an diesem Sonntag, 3. November, die Gastfreundschaft zu wörtlich und so sahen die Zuschauer eine katastrophale erste Halbzeit. Die Frauen aus Straubing spielten so schlecht wie schon lange nicht mehr und gerieten direkt von Anfang mit 0:9 ins Hintertreffen, bis endlich das erste Tor für Straubing fiel, sodass sie mit einem Rückstand von 9:23 in die Kabine geschickt wurden.

STRAUBING Allein der ruhigen und besonnenen Art des Straubinger Trainers ist es zu verdanken, dass die Verzweiflung in der Kabine nicht überhandgenommen hatte und die HSG sich vornahm, Schadensbegrenzung zu betreiben. Nach Wiederanpfiff sollte es dann also besser laufen, weit gefehlt – nichts lief wie man es sonst von den Straubinger-Ladies gewohnt war. Zu viele nicht verwandelte Torchancen im Angriff und mit zu leichtfertigen Ballverlusten schenkte man den Gästen immer wieder die Möglichkeiten auf schnelle Gegentore, welche diese auch dankend annahmen. In der Abwehr herrschte das gleiche Elend. Zu wenig Gegendruck lud den verdienten Tabellenführer geradezu ein, um das Runde im Straubinger Tor zu versenken. Die Abstimmungsprobleme in der Abwehr und die schlechte Umsetzung der Traineranweisungen dürften dem Damentrainer aus Straubing genauso wenig gefallen haben wie den Damen selbst. Trotz immer wieder vereinzelt aufkeimender guter Aktionen im Angriff und in der Abwehr musste Schleißheim dank der blamablen Leistung von Straubing nie Angst um ihren Sieg haben. Handball ist ein Mannschafssport und einzelne gute Aktionen alleine können ein Spiel nicht umdrehen. Keinerlei Aufbäumen war von der Mannschaft aus Straubing zu erkennen und die eigentliche Stärke – Teamgeist – stellte wohl den Damen der HSG letztlich auch noch ein Bein. Die zwei Punkte gingen verdient an Schleißheim, die einfach von Anfang an deutlich mehr gewinnen wollten.

Die beste Leistung des Heimspieles geht absolut auf das Konto der Zuschauer! „Danke für das unermüdliche Anfeuern und Motivieren, bzw. ein dickes Sorry, an die Fans, die die Damenmannschaft aus Straubing hoffentlich das erste und letzte Mal so spielen gesehen haben“, so die Verantwortlichen.

Es spielten: Mirko Wenzel (Trainer), Verena Scholtis (Tor), Nadia Tröger (8), Juliane Zwickenpflug (5), Veronika Unzner (2), Swantje Mühlhause, Karin Becher-Flury (1), Julia Woitala (1), Verena Gröbl, Kristina Schuch (3).

Jetzt heißt es, nächstes Wochenende zur alten Stärke zurückzufinden, die Schmach vom Schleißheimer Spiel aus dem mentalen Gedächtnis zu löschen und als Team die zwei Punkte dann am Samstag, 10. November, aus Karlsfeld mit nach Straubing zu nehmen. Anpfiff ist in Karlsfeld um 16.30 Uhr. Um 16.45 Uhr tritt die C-Jugend der HSG auswärts bei der Mannschaft von Schierling/Langquaid an.


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