23.10.2019, 12:35 Uhr

Inline-Skater-Hockey Der IHC Atting steht im Playoff-Halbfinale

(Foto: azalia/123RF)(Foto: azalia/123RF)

Der IHC Atting hat am Samstagabend, 19. Oktober, sein Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des Crefelder SC mit 10:5 (2:2/5:2/3:1) gewonnen und steht damit im Kampf um die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga im Playoff-Halbfinale. Dort kommt es zum Duell mit den Red Devils Berlin, die sich gegen die Badgers Spaichingen durchsetzen (2:5, 9:1).

ATTING Attings Trainer Markus Alzinger sah den Schlüssel zum Erfolg in einer geschlossenen Mannschaftsleistung: „Die Moral der Jungs war heute überragend. Nach dem 2:0 gab es einen kleinen Bruch in unserem Spiel. Aber wir haben uns wieder toll gefangen und letztlich das Spiel und die Serie für uns entscheiden können. Alle drei Reihen haben bis zum Schluss super gekämpft und Vollgas gegeben. Mit den Zuschauern im Rücken konnten wir schließlich unseren Heimvorteil nutzen.“

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Nachdem man zwei Wochen zuvor auswärts das Hinspiel gegen Crefeld noch mit 6:7 verloren hatte, musste im Rückspiel ein Sieg her, am besten mit zwei Toren Unterschied, um eine Verlängerung zu vermeiden. Im Gegensatz zur deutschen Eishockey-Liga werden pro Playoff-Runde lediglich zwei Partien ausgetragen. Verzichten mussten die Gastgeber diesmal auf Tim Bernhard und Thomas Bauer.

Die rund 350 Zuschauer in der Attinger Halle sahen von Anfang bis zum Schluss eine sehr enge und körperbetonte Partie, in der die Wölfe einen Auftakt nach Maß erwischten. Sie kamen mit viel Schwung aus der Kabine und konnten bereits nach etwas weniger als fünf gespielten Minuten eine 2:0 Führung durch Tore von Christoph Wittenzellner und Patrick Tkocz bejubeln.

Wer jedoch dachte, dass das Spiel so weiterlaufen würde, der sah sich getäuscht. Crefelds Trainer nahm unmittelbar nach dem 2:0 eine Auszeit, um sein Team wachzurütteln. Die Ansprache zeigte seine Wirkung, denn in der Folgezeit kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Sie verteidigten konsequenter und erspielten sich ihre ersten Chancen, die jedoch Attings Torhüter Raphael Heitzer alle vereiteln konnte. In der 14. Spielminute war er jedoch gegen einen Schuss des Crefelders Rene Kammen machtlos, der den Rückstand auf 1:2 verkürzte. Die Crefelder blieben im Anschluss daran weiter am Drücker und erzielten zwei Minuten später durch Alexander Passmann den Ausgleich. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Drittelpause.

Bereits drei Minuten nach Wiederbeginn konnten die Gäste die Partie sogar durch Maximilian Wilk drehen und mit 3:2 in Führung gehen. Diese Führung hielt jedoch nicht lange. Denn nur 52 Sekunden später erzielte Martin Deichslberger mit einem Distanzschuss den Ausgleich zum 3:3. Wiederum nur etwa eine Minute danach brachte Assistenzkapitän Matthias Rothhammer, der mit drei Toren und zwei Vorlagen erfolgreichster Scorer des Abends war, unter frenetischem Jubel der Fans die Wölfe wieder in Führung, die sie bis zum Schluss nicht mehr hergeben sollten. In Überzahl erhöhte Christoph Wittenzellner nach schönem Querpass von Matthias Rothhammer auf 5:3 (29. Spielminute). Durch zwei weitere Tore in der 32. bzw. 40. Spielminute von Patrick Tkocz, dem damit ebenfalls ein Hattrick gelang, ging der IHC mit 7:3 in Führung.

Allerdings zeigte Crefeld wiederum Moral sowie Kämpferwillen und verkürzte noch 13 Sekunden vor der zweiten Drittelpause erneut durch Alexander Passmann auf 7:4, ehe in der 46. Spielminute Florian Lintorf mit seinem Treffer zum 7:5 wieder für richtig Spannung sorgte. Jedoch hatte Matthias Rothhammer etwas dagegen, als er mit einem Doppelpack innerhalb von weniger als zwei Minuten (52. und 54. Spielminute) auf 9:5 erhöhte und für entspanntere Mienen auf Seiten der Wölfe sorgte. Für den Schlusspunkt zum 10:5 sorgte vier Minuten vor Schluss Attings Kapitän Fabian Hillmeier, der sich nach dem Spiel sichtlich erleichtert zeigte: „Es war das erwartet hart umkämpfte Spiel. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die die Ausfälle gut kompensiert und eine tolle Moral nach dem Rückstand gezeigt hat. Ein besonderes Lob gilt Patrick Tkocz für seine drei Tore. Respekt gebührt allerdings auch dem Crefelder SC II, der in dieser spannenden und ausgeglichenen Serie bis zum Schluss alles gab und uns alles abverlangte.“

Am Samstag, 2. November, um 17.30 Uhr, erwartet man nun vor heimischer Kulisse die Red Devils Berlin, ehe es am Sonntag, 10. November, in die Hauptstadt zum Rückspiel (Spielbeginn ist um 12 Uhr) geht.


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