08.03.2018, 12:37 Uhr

Der große „Final-Samstag“ in Straubing „Wir werden alles geben, um Offenburg erneut zu schlagen“

Auf geht‘s, Mädels: NawaRo Straubing erwartet zum Schlager gegen Offenburg ein volles Haus (Foto: Harry Schindler)Auf geht‘s, Mädels: NawaRo Straubing erwartet zum Schlager gegen Offenburg ein volles Haus (Foto: Harry Schindler)

Die Saison in der 2. Volleyballbundesliga geht in die entscheidende Phase: NawaRo Straubing kann im Spitzenspiel einen Riesenschritt Richtung Meisterschaft machen.

STRAUBING Die entscheidende Phase der Volleyball-Saison 2017/18 ist angebrochen, Am Samstag (19.30 Uhr) kommt es zum „Duell der Giganten“ in der 2. Volleyball Bundesliga Süd der Frauen. Der Spitzenreiter NawaRo Straubing empfängt den Tabellenzweiten VC Printus Offenburg.

Mit einem klaren Sieg könnte NawaRo einen großen Schritt in Richtung dritte Meisterschaft machen. Denn mit einem 3:0 oder 3:1 wäre NawaRo von Offenburg wohl nicht mehr einzuholen. „Daran denken wir aber nicht“, so Coach Benedikt Frank. „Wir wollen das Spiel gewinnen, egal wie. Außerdem haben wir bereits alle Teams geschlagen. Das könnte Offenburg nicht behaupten, wenn sie bei uns verlieren“, so Frank.

Die Offenburgerinnen sind aber nicht gewillt, NawaRo das Feld kampflos zu überlassen. „Wir fahren nach Straubing, um zu gewinnen und die Tabellenführung zurückzuholen“, erklärt Offenburgs Teammanager Florian Völker. Das Spitzenspiel elektrisiert die Fans beider Lager. So wird erstmals auch ein Offenburger Fanbus von der französischen Grenze zum Spiel in der turmair Volleyballarena eingesetzt. Auch im Straubinger Lager ist das Interesse am „Finale“ groß. „Der Vorverkauf läuft sehr gut“, so der Medienkoordinator Georg Kettenbohrer, „es wird aber auf jeden Fall auch noch Tickets an der Abendkasse geben.“

„Unsere Motivation ist gerade bei so einem Finale nach der ganzen Saison riesig“, erklärt Straubings Mittelblockerin Celin Stöhr. „Wir haben die ganze Saison hart gearbeitet, Meister zu werden. Wir werden alles geben, um Offenburg erneut zu schlagen.“ Dabei werden auch die Fans in der Arena eine wichtige Rolle spielen. „Sie unterstützen uns in jeder Spielsituation“, so Außenangreiferin Franziska Liebschner. „Sie werden uns in den wichtigen Spielphasen pushen. Zu wissen, so ein fantastisches Publikum im Rücken zu haben, gibt einem als Spielerin noch einmal mehr Kraft und Selbstvertrauen.“ Für Liebschner könnte so der Traum von der Meisterschaft mit ihrem Verein wahr werden. „Früher als Jugendspielerin habe ich immer begeistert bei den NawaRo-Mädels zugeschaut und auch miterlebt, wie sie zweimal in Folge Meister wurden“, erinnert sich Liebschner. „So entstand schon früh in mir einerseits der Wunsch bei NawaRo zu spielen und andererseits auch das Ziel, Meister in der 2. Bundesliga zu werden.“

NawaRo und Offenburg befinden sich leistungsmäßig auf einem Niveau, auch wenn die Spielphilosophie sehr unterschiedlich ist: „Der Unterschied ist, dass unser Team eine emotionale Körpersprache zeigt und unser Spiel von mehr Aktionismus geprägt ist“, analysiert Frank. „Offenburg ist ruhiger und erfahrener auf dem Feld. Wir haben ein kleines bisschen mehr Perspektive im Team, aber nicht immer die Stabilität und machen es mit mehr Wille und Emotion wett. Das ist manchmal gut und manchmal auch nicht so gut.“

Doch egal, wie die Partie ausgeht. NawaRo spielt in dieser Saison eine bärenstarke Rolle in der 2. Volleyball Bundesliga Süd. Seit zehn Spielen ist das Team ungeschlagen und hat jede Partie mit 3:0 oder 3:1 für sich entscheiden können. „Die Spiele jetzt sind das Sahnehäubchen für eine tolle Saison“, sagt Frank. „Aber selbstverständlich hätte ich nichts dagegen, wenn die Serie anhalten würde“, fügt er mit einem Lächeln hinzu.

So kann NawaRo Meister werden

– NawaRo gewinnt 3:0 oder 3:1: Zwei weitere Erfolge gegen Bad Soden und in Lohhof mit 3:0 oder 3:1 bringen NawaRo die Meisterschaft. Offenburg kann es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen.

– NawaRo gewinnt 3:2: Offenburg muss in den ausstehenden Partien gegen Neuwied (6.), Lohhof (8.) und Stuttgart (7.) noch zwei Punkte abgeben. NawaRo müsste gleichzeitig die beiden letzten Partien mit 3:0 oder 3:1 gewinnen.

– NawaRo verliert mit 2:3: Offenburg darf in den ausstehenden Partien nicht mehr als fünf Punkte holen. Wenn NawaRo seine Partien mit 3:0 oder 3:1 gewinnt, dann wäre NawaRo trotz der Niederlage Meister.

– NawaRo verliert 1:3 oder 0:3: Offenburg darf in den ausstehenden drei Partien nur noch drei Punkte holen. NawaRo müsste die eigenen Begegnungen mit 3:0 oder 3:1 gewinnen.

Übrigens: Bereits am Samstagnachmittag (14 Uhr) steht in der turmair Volleyballarena ein weiteres „Finale“ an: Der Tabellenführer der Bayernliga Süd FTSV Straubing II empfängt den Zweiten TSV Unterhaching. Gewinnt der Aufsteiger FTSV, dann wäre das junge Team von Trainerin Verena Steinbacher die Meisterschaft wohl kaum mehr zu nehmen.

Zeitgleich mit dem FTSV II steht der FTSV Straubing IV in der Sporthalle der Josefsschule auf dem Feld. Der ungeschlagene Tabellenführer empfängt zum Abschluss den Zweiten SV Bonbruck II und den Dritten Rote Raben Vilsbiburg IV.


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