18.12.2017, 16:13 Uhr

Weihnachtsfeier beim IHC Atting „Ihr habt verdient, dass ihr am Ziel seid“

Zuversichtlich in die Zukunft: Martin Amann (1. Vorsitzender), Bürgermeister Robert Ruber, Architekt Ludwig Maier und 2. Vorsitzender Michael Bauer (v.li.) (Foto: mb)Zuversichtlich in die Zukunft: Martin Amann (1. Vorsitzender), Bürgermeister Robert Ruber, Architekt Ludwig Maier und 2. Vorsitzender Michael Bauer (v.li.) (Foto: mb)

Viele glückliche Gesichter gab es am Wochenende bei der Weihnachtsfeier des IHC Atting

ATTING Ein Weihnachtsgeschenk hatte es für den IHC Atting in diesem Jahr schon am 30. November gegeben. Denn an diesem Tag wurden die ersten Hallenbauteile für die Stock- und Skaterhockeyhalle angeliefert. Auf der Weihnachtsfeier am vergangenen Samstag hatten auch die Gemeinde und der Verein noch einige Präsente zu verteilen.

Mehr als 140 Mitglieder, Eltern, Sponsoren und Gönner, darunter auch Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier und Landkreissportbeauftragter Erwin Kammermeier waren ins Wirtshaus Leonhardt gekommen, um die sportlichen Erfolge noch einmal zu feiern, die von 1. Bürgermeister Robert Ruber und dem Gemeinderat mit Urkunden und Ehrennadeln (für Schüler-, Jugend- und Juniorenteam) sowie zusätzlich einem Geldbetrag (für die Herrenmannschaft, Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga Süd) ausgezeichnet wurden. Noch nie in der 19-jährigen Geschichte des Vereins war eine Weihnachtsfeier derart gut besucht.

Im Mittelpunkt stand der Hallenbau, für den die ersten Bodenarbeiten in den letzten Tagen erledigt wurden. Die Halle wurde in den vergangenen Wochen in Pentling demontiert, mit bis zu 26 Meter langen Schwertransportern und Sondergenehmigung nach Atting gebracht und ist dort bis zum Frühjahr am Sportplatz zwischengelagert. „Wir wollen versuchen, sobald wie möglich mit dem Aufbau zu beginnen“, sagte Ruber. Ein milder Winter wird dazu erhofft. „Dann sind wir Mitte des kommenden Jahres so weit, dass ein Spiel- und Trainingsbetrieb möglich ist – wobei man natürlich nichts garantieren kann.“

Nach dem Bürgerentscheid, in dem eine erste gemeinsame Halle abgelehnt wurde, hatte man nun mit einem kleineren Entwurf Erfolg: „Wir haben jedes Jahr aufs Neue gehofft, aber dieses Jahr haben wir es in Verbindung mit dem EC Atting und dem Gemeinderat nach vielen – oftmals auch nicht leichten – Gesprächen geschafft“, sagte 1. Vorsitzender Martin Amann, der noch einmal an Sprüche aus vergangenen Tagen erinnerte: „Wölfe beißen sich durch“, habe Altbürgermeister Adolf Lehner einmal gesagt. „Wölfe geben nicht auf“, habe es geheißen. „Viele solcher Sprüche haben wird in der Vergangenheit gehört und sie haben uns über einige Weihnachtsfeiern begleitet. Jetzt ist der größte Schritt gemacht und unsere Zukunft gesichert.“

Beide Vereine beteiligen sich mit von 2. Vorsitzendem Michael Bauer prognostizierten 60.000 Euro Eigenkapital an der Anschaffung von Bande, Belag, Spielerbänken, Anzeigentafel oder Kiosk. Tribüne und sanitäre Anlagen fehlen in der ersten Bauphase. Auch das sollen einmal die Vereine schultern. Ein Team, zu dem Mitglieder des Burschenvereins gehören, kümmert sich derzeit um die technischen Details bei Bande und Belag. „Weil wir so viele Sponsoren und Helfer auch im Verein haben, sind schon mehr als zwei Drittel des Geldes zusammen“, sagte Bauer. Unter anderem leistete Unternehmer Gerd Mühlbauer mit der Spende einer gebrauchten Halle, die nun für den Bauhof in Atting verwendet wird, eine Anschubfinanzierung. Den Rest will der Verein durch Bandenwerbung und Sponsoring generieren. „Viele Kontakte zu neuen Sponsoren sind über unsere Mitglieder entstanden“, freute sich Bauer über den guten Start. Zwei Drittel des Kapitals seien schon zusammen. „Wenn alle fleißig dazuhelfen, wird das eine ganz tolle Halle“, sagte Ruber. „Ich bin überzeugt, dass es sogar ein Schmuckstück wird.“ Sie werde hohe Akzeptanz finden und vor allem den Zulauf im Nachwuchs beider Vereine erhöhen.

„Ihr habt verdient, dass ihr am Ziel seid“, sagte Sportbeauftragter Kammermeier. „Ich bewundere immer, dass ihr am Boden geblieben seid. Ihr habt euch freiwillig aus der 1. Liga zurückgezogen, als ihr gesehen habt, dass es so nicht weiter geht, aber ihr habt euer Ziel nicht aus den Augen verloren. Wenn ihr nun eine Heimat gabt, bin ich mir sicher, dass es auch sportlich bald wieder aufwärts geht.“ MdL Zellmeier hat bereits das erste Heimspiel im Blick: „Ich freue mich, dass der Gemeinderat zugestimmt hat und der Verein nun eine Heimspielstätte auf Dauer gefunden hat. Jetzt hat er dort, wo er gegründet wurde, auch bald ein Stadion. Das freut auch mich, denn da kann ich in Zukunft wieder öfter bei euch vorbeischauen, denn ihr seid nicht mehr so weit weg.“

Der Club bedankte sich nicht nur bei den Sponsoren und Gönnern, sondern auch bei den handelnden Personen – allen voran Bürgermeister Ruber. „Er hat immer hartnäckig mit uns unser Ziel verfolgt“, sagte Bauer. „Ohne ihn wäre das gar nicht möglich.“ Er und Architekt Ludwig Maier erhielten symbolisch für die kommende Bauphase zwei Bauhelme in IHC-Blau mit Clublogo. Auch die Schiedsrichter, Helfer und Organisatoren des Spielbetriebs wurden geehrt. Nikolaus und Wolfs-Krampus lasen den Mitgliedern und Gästen mit viel Humor die Leviten und erinnerten an kuriose Begebenheiten des Jahres. Am Ende musste auch noch der Bart von Jugendtrainer Vincent Liebl ab, der mit seinem Team vor einer Woche Platz sieben bei der deutschen Meisterschaft in Rostock erreicht hatte – ebenfalls als kleines Weihnachtsgeschenk.


0 Kommentare