03.12.2017, 10:57 Uhr

„Das war echt fantastisch“ NawaRo Straubing siegt beim Tabellenführer


Die Zweitliga-Volleyballerinnen von NawaRo Straubing haben am Samstag einen echten Coup gelandet.

STRAUBING NawaRo Straubing ist wieder mittendrin im Titelkampf in der 2. Volleyball Bundesliga Süd. Die Mannschaft von Trainer Benedikt Frank gewann am Samstagabend beim bis dato ungeschlagenen Tabellenführer VC Offenburg mit 3:0 (26:24, 28:26, 25:20).

Die Partie war dabei von Beginn an nichts für schwache Nerven. Beide Teams riskierten viel, was man an der Fehlerquote im Aufschlag auf Offenburger Seite gut ablesen konnte. Die Partie blieb lange ausgeglichen. Erst zum Satzende hin konnte sich NawaRo absetzen (19:15). Dieser Vorsprung schmolz wieder zusammen. Jedoch hatte NawaRo die ersten beiden Satzbälle (24:22). Beide konnte der VCO abwehren. Der dritte Satzball sollte aber den Gewinn des ersten Durchgangs für Straubing bedeuten. Ein technischer Fehler auf Offenburger Seite beendete den ersten Satz nach 28 Spielminuten (26:24). „Auch, wenn wir am Ende zwei Satzbälle liegen gelassen haben, haben wir den Durchgang souverän zu Ende gespielt“, freute sich Straubings Coach Frank.

Im zweiten Satz zeigte sich Offenburg verbessert im Aufschlag und NawaRo lief von Beginn an einem kleinen Rückstand hinterher. „Unser Ziel war es zu Beginn des Satzes die Annahme hinzubekommen, um in die Rallye zu kommen“, erklärte Frank nach dem Spiel. „Denn, da waren wir besser.“ Ein Sonderlob verdiente sich Kapitän Danica Markovic. „Danica war heute herausragend“, so Frank. „Außerdem hatten wir heute eine sehr gute Block-/Feldabwehr. Dana hat dann die Pässe hervorragend verteilt.“ Diese Dinge und auch das notwendige Glück sorgten dafür, dass NawaRo auch den zweiten Satz für sich entscheiden konnte (28:26).

Damit war das Minimalziel erreicht. Nach der zehn Minuten Pause verpennte NawaRo den Wiederbeginn. „Wir waren überhaupt nicht im Spiel“, so Frank. Sein Team lag schnell 1:8 hinten. „Dann aber haben wir die Fehlerquote drastisch reduziert und sind an Offenburg vorbeigezogen“, freute sich der Coach über seine Stehaufmännchen. Denn bereits wenig später war die Partie wieder ausgeglichen (11:11). Das zeigte Wirkung beim Tabellenführer Offenburg, dem fortan einige leichte Fehler passierten. Weitere starke Aufschläge führten dazu, dass NawaRo uneinholbar davonzog. Den Schlusspunkt setzte Danica Markovic mit einem ihrer gefürchteten Sprungaufschläge zum 25:20.

Nach der Partie zollte Offenburgs Coach Florian Völker dem Gast Respekt: „Straubing hat seine Stärken mit einem sehr angriffsstarken und aggressiven Spiel“, erklärte er gegenüber der Badischen Zeitung. Straubings Coach Benedikt Frank freute sich unterdessen über eine starke Mannschaftsleistung seines Teams. „Alle haben heute eine gute Leistung gebracht. Jeder hat seinen Job gemacht. Das war echt fantastisch.“ Den Schlüssel zum Sieg sah Frank im Team: „Wir haben es heute mehr gewollt und unser Glück herausgefordert“, so der Coach. „Obwohl eine komplette Halle gegen uns war. Unsere zehn mitgereisten Fans haben super dagegengehalten. Es war der Wahnsinn, wie laut sie immer wieder waren. Das war richtig geil.“

Nach der Partie ging es schnell wieder zurück nach Straubing. Dabei sah Straubings Coach nur strahlende Gesichter: „Wir sind richtig glücklich, denn wir wissen, was wir können. Wir wissen auch, dass wir jung und wild sind. Deshalb sind die Spiele davor auch so gelaufen. Aber jetzt haben wir auch bewiesen, dass wir gegen ein Top-Team gewinnen können. Das ist einfach toll. Das macht uns stolz.“ Besonders freute Frank auch, dass sein Team immer Ruhe bewahrt hat. „Selbst, wenn wir Fehler gemacht haben, oder uns der Gegner rausgeschossen hat sind wir immer ruhig geblieben und uns auf den nächsten Punkt konzentriert. Das war heute sehr reif, was wir gemacht haben.“

Das letzte Heimspiel des Jahres steht für NawaRo bereits am kommenden Samstag an. Um 19.30 Uhr gastiert der SV Lohhof zum ewig jungen Duell der bayerischen Volleyball-Hochburgen in der turmair Volleyballarena. Tickets für den nächsten Kracher in der turmair Volleyballarena gibt es bereits im Vorverkauf.


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