11.12.2020, 14:05 Uhr

Burglengenfeld „Traurig für die Jugend“ – SPD bedauert Entscheidung gegen Antrag der ASV-Fußballer

 Foto: Rafikova Yana/123rf.com Foto: Rafikova Yana/123rf.com

Als „unverständlich“ kritisiert SPD-Ortsvorsitzende Kerstin von Brincken die jüngste Entscheidung des Bauausschusses der Stadt Burglengenfeld. Gegen die Stimmen der SPD hatte eine Mehrheit eine Unterstützung für den ASV Burglengenfeld abgelehnt: „Das ist schade und traurig für die Jugend!“, so von Brincken.

Burglengenfeld. Die Fußballabteilung des ASV hatte beantragt, den Verein mit 47.000 Euro zu unterstützen, um das Trainingsgelände zu erweitern: Insgesamt würden 220 Kinder und Jugendliche von vielen ehrenamtlichen Helfern trainiert und gefördert. Da sich die Zahl der Interessierten immer weiter erhöht, wird es schnell eng an Platz und Zeit. Daher regten die Fußballer ein Kunstrasenfeld hinter dem großen Fußballplatz an; beide Flächen gehören der Stadt Burglengenfeld. Eine neue Sportfläche käme auch den Schulen zugute, die den Kunstrasenplatz in der Mittagsbetreuung nutzen und die Tartanbahn für Leichtathletik im Sportunterricht.

In der Corona-Zeit seien die Vereine einer besonderen Herausforderung ausgesetzt. Umso wichtiger sei es, als Stadt hier tätig zu werden: „In Zeiten von Corona lernen wir, was zusammenhalten bedeutet und wie wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Der Sportverein übernimmt nicht nur alle anfallenden Nebenkosten, sondern würde auch bei der Umsetzung mit freiwilligen Arbeitseinsätzen zur Verfügung stehen“, so SPD-Ortsvorsitzende von Brincken.

SPD-Stadtrat Sigi Klopp weist zudem auf das Erfolgsmodell Funktionsgebäude hin: Dieses sei von der Stadt gebaut und komme den Schulen sowie verschiedenen Vereinen zugute, wobei der ASV als Hauptmieter einen wesentlichen Beitrag für seine Nutzung leiste. Und nicht zu vergessen: Der ASV hatte sich mit Grundstücken im Wert von 200.000 Euro am Bau des Funktionsgebäudes beteiligt. „Solch ein Modell könnte man sich auch bei der Erweiterung der Trainingsmöglichkeiten überlegen!“

Schon damals habe die CSU eine „Wir sind nicht grundsätzlich dagegen, stimmen aber dagegen“-Argumentation verfolgt. Jetzt wiederhole sich das Spiel offenbar, befürchtet die SPD. Unverständlich sei die Ablehnung des aktuellen ASV-Antrags auch, weil nach Angaben der Verwaltung aktuell bereits Finanzmittel für den Bau des Kunstrasenfeldes zur Verfügung stünden.

Die SPD wolle weiterhin versuchen, den ASV und sein Anliegen zu unterstützen – „im Sinne der Kinder und Jugendlichen“. Man sei gespannt, wie sich die CSU dazu in den kommenden Haushaltsberatungen äußere, in denen das Thema nochmals auf den Tisch kommen soll.


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