18.05.2020, 22:11 Uhr

Freizeitsport Der Arber-Radmarathon findet statt, aber völlig anders als geplant!

 Foto: Veloclub Ratisbona Foto: Veloclub Ratisbona

Bislang war fraglich, ob der Arber -admarathon in diesem Jahr stattfinden würde. Nun steht fest: In seiner gewohnten Form mit Massenstart am Dultplatz wird der Arber erst wieder 2021 durchgeführt werden können, allerdings haben die Veranstalter des Veloclubs Ratisbona kurzfristig ein corona-taugliches Konzept entwickelt, das wie gewohnt Ende Juli stattfinden wird.

Regensburg. Die Radsportlerinnen und Radsportler kreieren und fahren dieses Jahr ihren eigenen Arber-Radmarathon. Sie starten diesmal nicht im Massenstart, kämpfen nicht um persönliche Bestzeiten, sondern radeln für ein Gemeinschaftsgefühl und für einen guten Zweck in Zeiten der Corona-Krise.

Die Pandemie hat das Organisationsteam beim Arber-Radmarathon zum Umdenken bewegt. Auch eine Verschiebung auf ein späteres Datum im September sei keine Option gewesen. „Die lichten Tage ab September sind zu kurz, um einen Arber-Radmarathon von ein Dauer bis zu 14 Stunden zu verantworten“, so Organisationschefin Barbara Wilfurth.

Die Motivation für das Alternativkonzept hat vor allem einen Grund. Dankbarkeit! „Dass unser Lieblingssport Radfahren derzeit als eine der wenigen Freizeitaktivitäten an der frischen Luft erlaubt ist, ist ein großes Privileg und Geschenk für alle Freizeitradler und Radsportfreunde. Ein weiterer Grund ist die Tatsache, dass sich viele Radsportler gerne ein Saisonhighlight vornehmen, als Motivation für Ihr Training und zur Verbesserung ihrer Fitness. Deshalb wollen wir einen ,Arber‘ durchführen und dabei gleichzeitig Gutes tun“, führt Barbara Wilfurth weiter aus. Das Startgeld von mindestens zehn Euro ist als Spende gedacht und soll einen großen Spendentopf zu Gunsten von Sternstunden e. V. füllen. Das Gemeinschaftsgefühl entsteht diesmal nicht mit dem Massenstart und den gemeinsamen Zielbereich am Dultplatz, sondern durch „das Radeln“ für einen guten Zweck und den gemeinsamen Spendentopf.

Das Motto für den „Arber 2020“ lautet „Fahr DeinenArber-Radmarathon, Dein Arber hilft!“. Über neun Tage erstreckt sich die Radsportveranstaltung in diesem Jahr: Von Samstag, 18. Juli, bis Sonntag, 26. Juli, haben die Sportler die Auswahl, ihre eigens gewählte Strecke – angelehnt am Streckenumfang und Profil der echten Strecke – zu absolvieren. Diesen kompletten Zeitraum sollten die Radsportlerinnen und Radsportler auch nutzen, rät Barbara Wilfurth. „Den längeren Zeitraum haben wir aus zwei Gründen gewählt. Einmal haben damit möglichst viele Teilnehmer die Chance sich zu beteiligen und für einen guten Zweck zu radeln und wir sind nicht so vom Wetter abhängig. Es wäre ja schade wenn ein verregneter Sonntag den Erfolg schmälern würde.“

Jeder für sich aber alle zusammen: Ob herausfordernde Anstiege, rasante Speedstrecken oder kurvenreiche Abfahrten - auch das gilt für den Arber Radmarathon in diesem Jahr. Jeder Radportler soll seine persönliche Marathonstrecke finden. Dabei gilt es auch besonders kreativ zu sein. Um eines bittet das Organisationsteam: „Die offiziellen Arber-Radmarathon-Strecken sollen Teilnehmer ausdrücklich nicht einfach nachfahren.” So sollen Gruppenbildungen vermieden werden.

Als Motivation: Unter allen Teilnehmern, die ein Foto von sich selbst und von ihrer persönlichen Strecke einsenden, verlost der Veloclub Ratisbona im Aktionszeitraum jeden Tag Preise. Eindrücke von den Strecken werden in den sozialen Medien zu sehen sein, wer selbst einen Beitrag teilen möchte, kann das gerne machen unter #arber_radmarathon.

Der Veranstalter bittet die Teilnehmer beim Fahren ihres „eigenen Arbers“ ein Arber-Trikot zu tragen. Das ist gleichzeitig ein Dankeschön an alle Sponsoren, die eine Veranstaltung wie den Arber-Radmarathon finanziell erst möglich machen. Wer kein Trikot hat, kann über die Online Anmeldung ein Trikot aus den Vorjahren bestellen (so lange der Vorrat reicht). Der Veloclub bringt damit seine Erinnerungstrikots zu einem absoluten Sonderpreis von lediglich fünf Euro in die Aktion mit ein und schickt diese den auf Bestellung gerne zu.

Radfahren ist ein Lebensgefühl, dieses Motto unterstreicht der „Arber 2020“ ganz besonders. Mit dem Rennrad über alle Berge, auf Singletrails über Stock und Stein, oder mit dem Tourenrad auf verkehrsarme Strecken durch schöne Landschaften. Um den Spirit der beliebten Großveranstaltung aufrecht zu erhalten, soll das Ersatzgefühl der gemeinsamen Bewegung dadurch entstehen, dass möglichst viele Menschen an diesen Tagen auf ihren Heimatstrecken den Marathon absolvieren. „Wir sind sehr gespannt, wie viele Teilnehmer sich diesmal anmelden werden“, sagt Wilfurth. Und weiter, „wenn träumen erlaubt ist, warum soll es dann nicht eine neue Rekordbeteiligung geben. Damit könnte ein riesiger Spendentopf entstehen. Eine schöne Vorstellung.

Prominente „Botschafter“ haben dem Veloclub für seine Veranstaltung ihre Unterstützung zugesagt. In vorderster Front die langjährigen Begleiter des Arber Radmarathons Rallyeweltmeister Walter Röhrl, Helmut Stadler (Zweirrad-Center Stadler) und Klaus Eder (Eden Reha). Die Idee kommt aber auch in der Radsportszene gut an, so haben Rad-Legende Olaf Ludwig (Olympia- und Weltcupsieger) und der Radprofi Andreas Schillinger vom Team BORA hansgrohe bereits Videobotschaften gedreht und animieren ebenfalls zum Mitmachen!

Weitere Informationen erhalten die Teilnehmer auf der Website des Arber-Radmarathons unter www.arber-radmarathon.de.


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