24.02.2020, 10:53 Uhr

Deutsche Hallenmeisterschaften Corinna Schwab holt in Leipzig ihren ersten Frauentitel


Die Langsprinterinnen der LG Telis Finanz sorgten bei den Deutschen Hallenmeisterschaften am 22. und 23. Februar in Leipzig für einen in dieser Form ungewohnten Medaillenregen.

Leipzig. Allen voran glänzte Corinna Schwab. In einem von der Spitze aus gestalteten 400-Meter-Finale lief sie mit einer grandiosen Steigerung auf 52,65 Sekunden zu ihrem ersten Frauentitel, zugleich der fünfzigste Einzeltitel ihres Clubs in der Männer- und Frauenklasse in dessen 50-jährigen Geschichte. Die erst 20-Jährige ließ der starken Laura Müller (LC Rehlingen), die in 52,92 Sekunden zum zweiten Mal in ihrer Karriere in der Halle unter 53 Sekunden blieb, keine Chance. „Ich bin überglücklich über meinen ersten Titel und stolz, dass ich mich durchsetzen konnte. Auch über die Bestzeit freue ich mich riesig. Das habe ich mir hart erarbeitet. Im Training habe ich mich im Winter bei eigentlich allen Zubringerleistungen verbessert. Das hat diesen Erfolg hier möglich gemacht. Als erste durchs Ziel zu laufen war ein tolles Gefühl“, sagte sie.

Als Startläuferin in der abschließenden viermal 200-Meter-Staffel legte sie dann den Grundstock für weiteres Silber in 1:36,14 Minuten, über das sich Schwab, Maike Schachtschneider, Mona Mayer und Katrin Fehm erst eine halbe Stunde nach dem Zieleinlauf freuen könnten, als feststand, dass die ursprünglich als Zweite ins Ziel kommenden Staffel des MTG Mannheim wegen Übertretens der Bahn disqualifiziert worden war. Überraschendes Silber kam zuvor auch noch von Amelie-Sophie Lederer, die über 200 Meter mit persönlicher Bestzeit von 23,62 Sekunden auch restlos überzeugte. Medaille Nummer vier ging an „Evergreen“ Florian Orth, der sich schon am Samstag, 22. Februar, in einer Millimeterentscheidung um Bronze in 7:59,10 Minute gegen Mohamed Mohumed (LG Olympia Dortmund) durchsetzen konnte. Für Jugendmeisterin Mona Mayer blieb bei erneut absolut respektablen 53,50 Sekunden im für deutsche Verhältnisse sehr schnellen Endlauf der undankbare vierte Platz übrig.

Über die 200 Meter holte sich die Mannheimerin Jessica-Bianca Wessolly nach Bronze 2018 und Silber 2019 nun erstmals die Goldmedaille. In Saisonbestleistung von 23,37 Sekunden, die zugleich deutsche Jahresbestzeit war, setzte sie sich gegen Amelie-Sophie Lederer von der LG Telis Finanz durch, die in 23,62 Sekunden Bestzeit lief und ihren Ärger über die Disqualifikation aufgrund eines Fehlstarts über die 60 Meter am Samstag vergessen machte. Schade, dass die beiden Finals über 200 Meter und viermal 200 Meter innerhalb einer knappen halben Stunde waren und so Lederers Einsatz in der Staffel nicht mehr möglich war.

Mit ihrem Start in der Leverkusener Staffel über viermal 200 Meter der Frauen vergoldete Hürdensiegerin Caroline Klein ihr Wochenende gleich doppelt. Die Siebenkämpferin holte gemeinsam mit Jennifer Montag, Louisa Grauvogel und Mareike Arndt den Titel in 1:35,40 Minuten vor der LG Telis Finanz Regensburg mit Corinna Schwab, Maike Schachtschneider, Mona Mayer und Katrin Fehm (1:36,14 Minuten) und dem Wattenscheider-Quartett, das in Besetzung von Synthia Oguama, Christin Bischoff, Sophie Bleibtreu und Felina Fiener (1:36,55 Minuten) zu Bronze lief. Das toll kämpfende Quartett der Telis-Mädels zeigte, dass nicht nur die Regensburger Läufer für DM-Team-Medaillen gut sind. Besondere Anerkennung gebührt den beiden 400-Meter-Finalistinnen Corinna Schwab und Mona Mayer, die sich nach dem aufreibenden 400-Meter-Endlauf auch noch in der Staffel stellten. Über 3.000 Meter erreichte Denise Schumacher (LG Telis Finanz) als Siebte in 10:05,78 Minuten das Ziel. Hürdensprinterin Isabel Mayer (SWC Regensburg) blieb trotz persönlicher Bestzeit über 60 Meter Hürden von 8,61 Sekunden im Vorlauf hängen.


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