04.12.2019, 12:22 Uhr

Regensburger Leichtathleten Internationale Reifeprüfung für Telis-Asse im deutschen Team für die Cross-Europameisterschaften in Lissabon

(Foto: Jörg Valentin Sportfoto)(Foto: Jörg Valentin Sportfoto)

Wieder einmal haben sich drei Athleten der LG Telis Finanz Regensburg für die alljährlich stattfindenden Europameisterschaften im Crosslauf qualifiziert, die am Sonntag, 8. Dezember, im portugiesischen Lissabon stattfinden werden. Miriam Dattke wird dann im deutschen U23-Team stehen, Domenika Mayer ist im Wettbewerb der Frauen nominiert und Simon Boch läuft im Wettbewerb der Männer, wenn es im Parque da Bela Vista um die begehrten Medaillen geht.

REGENSBURG Am Freitag, 6. Dezember, wird mittags in München der Flieger Richtung Portugal starten. Mit an Bord werden auch die beiden Coaches Doris Scheck und Kurt Ring sein. Alle drei Regensburger sind in Sachen Cross-EM keine Grünlinge. Boch und Mayer haben schon mehrere Einsätze hinter sich und Dattke ist seit 2016 mehr oder weniger Serientäterin mit den besten Aussichten im Gepäck. „Ich möchte unter die besten Fünf in der U23 kommen und damit die Basis für eine erneute Teammedaille legen“, zeigte sie sich vor acht Tagen nach dem Qualifikationsrennen in Darmstadt durchaus kämpferisch. Wenn man so will, reist sie sogar als Titelverteidigerin an. Das deutsche U23-Team stand nämlich letztes Jahr in Tilburg mit ihr auf dem obersten Trepperl. Ihr sechster Einzelplatz war auch nicht von schlechten Eltern, wenn man bedenkt, dass die Regensburgerin gut die Hälfte der Distanz nur noch mit einem Schuh lief. Bereits 2017 holte sie, noch in der U20 startend sogar Einzel-Bronze.

Den Ton über die 6225 Meter lange Distanz im Parque da Bela Vista wird in Dattkes Altersklasse sicher die Junioren-Europameisterin über 5.000 Meter und 3000 Meter Hindernis Anna Emilie Moeller angeben. Die Dänin ist Titelverteidigerin und an ihr sollte im Normalfall kein Weg vorbei führen. Dahinter aber ist vieles möglich, auch für das deutsche Team. Zusammen mit Miriam Dattke wollen Leah Hanle, Lea Meyer, Lisa Tertsch und Sarah Kistner erneut aufs Trepperl. Vor ziemlich genau einem Jahr waren auch die deutschen Frauen auf dem Podest, damals mit der Sechsten Elena Burkard auf dem Bronzerang. Die Schwäbin von der LG farbtex Nordschwarzwald steht diesmal in einem schwarz-rot-goldenen Mini-Team mit Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) und der erst Mitte Oktober beim Köln-Marathon glänzend laufenden Deborah Schöneborn (LG Nord Berlin) an der Startlinie. Die Regensburgerin hakte die Qualifikation in Darmstadt als zweitbeste deutsche Frau hinter Burkhard souverän ab. Erwischen die Drei auf den 8255 Metern einen Glanztag, ist eine Wiederholung des Vorjahresergebnisses nicht ausgeschlossen. „Ich bin gut drauf und freu mich schon riesig auf meinen Einsatz im tiefen Geläuf“, zeigt sich die Regensburgerin, die erst im März ihr zweites Kind bekommen hat, sehr optimistisch, vielleicht eine zweite oder sogar dritte Medaille für die LG Telis Finanz mitzubringen.

Genauso souverän wie die beiden Teamkolleginnen ist auch Simon Boch über die Darmstädter Hürde gesprungen. „Top 20, das wär schon schön und auch mit dem Team wollen wir weiter vorn sein als beim elften Platz im Vorjahr“, gibt er seine Vorstellungen für die 10,225 Kilometer bei den Männern zu Protokoll. Neben Boch steht noch der letztjährige U23-Silbergewinner Samuel Fitwi (LG Vulkaneifel) und Johannes Motschmann (LG Nord Berlin) in der deutschen Männermannschaft, die auch mit der geringsten Besetzung von nur drei Athleten auskommen muss. Der DLV hatte im Vorfeld der Cross-EM – aus welchen Gründen auch immer – nur jeweils drei Frauen und Männer nominiert, was bei den crossaffinen Vereinen durchaus auf Kritik stieß. Fällt eine oder einer aus, ist das Team geplatzt. „Das ist nicht unbedingt schön, in Sachen Frauenmannschaft nur schwer nachvollziehbar, aber eben Realität. Mal sehen, was so am Sonntag passiert“, sagt dazu Telis-Teamchef Kurt Ring.


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