23.07.2019, 21:24 Uhr

Taekwondo Acht neue Schwarzgurte für Regensburg

(Foto: Dieter Voegele)(Foto: Dieter Voegele)

Gleich acht Sportler der Taekwondo-Gemeinschaft Regensburg bestanden am Sonntag, 21. Juli, in Fürth die Danprüfung der Bayerischen Taekwondo Union e. V..

REGENSBURG Die insgesamt 22 Anwärter auf den heißbegehrten schwarzen Gürtel hatten es bei über 30 Grad in der Halle nicht leicht, schon nach den ersten zehn Minuten stand allen der Schweiß auf der Stirn.

Prüferin Lisa Rucker von der KSG 04 in Fürth, 4. Dan Taekwondo und Lehrbeauftragte der Bayerischen Taekwondo Union, ließ sich davon aber nicht beeindrucken und prüfte insgesamt über 7 Stunden lang, die wenigen Pausen reichten den Sportlern gerade einmal, den nächsten Prüfungsabschnitt vorzubereiten oder Ausrüstung anzulegen und schnell noch einen Schluck Wasser nachzutanken.

Vom so genannten Formenlauf (Poomsae), bei dem jeder Sportler für sich alleine, im Synchronlauf oder in der Gruppe Taekwondotechniken in einer vorab festgelegten Choreografie zeigte, über verschiedenste weitere Kampfkunst-Übungsformen bis hin zu den spektakulären Bruchtests, in denen die bis zu zweieinhalb Zentimeter starken Fichtenholzbretter mitunter gleich in Serie zerlegt wurden. In der Halle roch es zeitweise wie in einem Sägewerk.

Besonders beeindruckend waren die Leistungen der Aktiven aber im Prüfungsfach Vollkontaktwettkampf, bei der die mit Schutzwesten, Armschonern und Kopfschutzhelmen ausgestatteten Sportler unter der fachlichen Leitung versierter Schiedsrichter im sportlich fairen Wettkampf klarstellten, dass Taekwondo nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch eine überaus schnelle, effektive und knallharte Kampfkunst sein kann. Prüferin Lisa Rucker sowie der Cheftrainer und Gründer der Taekwondo Gemeinschaft Regensburg, Michael Opitz, 3. Dan, waren mit den Leistungen dann auch überaus zufrieden. „Es macht einen schon auch ein wenig stolz zu sehen, was unsere Sportler alles können und wie viel sie gelernt haben die vergangenen Jahre“, meint Opitz und ergänzt: „Gerade im Taekwondo tragen immer alle zum Weiterkommen bei, die Aktiven im Verein untereinander genauso wie die Trainer, man hat deutlich gemerkt, dass die Aktiven, die bei uns als Assistenztrainer im Kinder- und Jugendlichentraining mithelfen, davon sehr profitieren konnten. Und nicht zuletzt hilft auch ein gut funktionierender Landesverband wie die Bayerische Taekwondo Union mit seinen Lehrgängen, Ausbildungsangeboten und einem wertschätzenden Miteinander. Mit der TGR bieten wir halt den Rahmen an für das Taekwondotraining, aber ausfüllen müssen ihn die Sportler schon selbst - der schwarze Gürtel ist nicht ohne, das ist schon eine persönliche Leistung. Wobei Lernen im Taekwondo ohnehin nur im Miteinander geht, man muss selbst trainieren und zugleich für die anderen Sportler als Trainer da sein. Insofern freuen wir uns alle in der Taekwondo Gemeinschaft über unsere neuen Schwarzgurte – und sind stolz auf sie.“ Dem stimmte Prüferin Lisa Rucker zu, die nicht nur den frischgebackenen Schwarzgurten Ihren Respekt aussprach für ihre tolle Leistung, und den 13-jährigen Juri Opitz als heutigen Prüfungsbesten lobte. Sondern sie unterstrich zudem, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Trainer, eine gute Vereinsorganisation und nicht zuletzt die Unterstützung der Eltern ist, die das Hobby ihrer Kinder mitragen und fördern.

Die Taekwondo-Gemeinschaft Regensburg wurde 2011 gegründet, trainiert wird in der Turnhalle der Prüfeninger Grundschule. Derzeit sind etwa 90 Sportlerinnen und Sportler im Alter zwischen sechs bis über 50 Jahren aktiv, auch das Trainerteam ist mit vier Übungsleitern und sieben Assistenztrainern gut aufgestellt. Der Anspruch der Gemeinschaft, alle, die das wollen, zum schwarzen Gürtel zu begleiten, konnte mit der Danprüfung vom Sonntag erfüllt werden.


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