01.10.2018, 15:30 Uhr

20. Leukämielauf Lebensretter werden beim größten Benefizlauf Ostbayerns

(Foto: niserin/123RF)(Foto: niserin/123RF)

Der Regensburger Leukämielauf findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Das Jubiläum ist schon jetzt ein Erfolg: Es haben sich bereits so viele Menschen zum größten Benefizlauf Ostbayerns angemeldet, dass das Anmeldefenster bei der maximalen Läuferzahl von 3.500 geschlossen wurde. Doch auch, wer keine Startberechtigung ergattern konnte, kann am Sonntag, 7. Oktober zum Lebensretter werden.

REGENSBURG Bei dem Lauf, der seit 20 Jahren von der Leukämiehilfe Ostbayern in Zusammenarbeit mit dem größten Laufverein Ostbayern, dem LLC Marathon Regensburg, veranstaltet wird, werden Spendengelder für den Kampf gegen Leukämie gesammelt. So konnte die Leukämiehilfe Ostbayern mit den Spenden erst kürzlich ein neues Patientenhaus beim Universitätsklinikum Regensburg eröffnen.

Alle Läufer und Zuschauer haben am 7. Oktober noch eine weitere Möglichkeit, sich im Kampf gegen Leukämie zu engagieren: Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) wird vor Ort sein und neue potenzielle Lebensretter in ihre Stammzellspenderdatei aufnehmen. Jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 45 Jahren kann sich am Sportgelände Oberer Wöhrd wenige Milliliter Blut abnehmen und sich bei der Stiftung AKB als Stammzellspender registrieren lassen.

Stammzell- oder Knochenmarktransplantationen können Menschen, die an Leukämie oder einer anderen schweren Erkrankung des blutbildenden Systems erkrankt sind, das Leben retten. Dabei müssen jedoch bestimmte Gewebemerkmale von Spender und Empfänger übereinstimmen und so wird noch immer für jeden fünften Patienten kein passender Spender gefunden. Die Stiftung AKB will das ändern und vergrößert daher kontinuierlich ihren weltweit vernetzten Spenderpool.

Erst kürzlich hat der Regensburger Leukämielauf einen Lebensretter hervorgebracht: Christian Söllner, der sich 2014 beim Lauf typisieren ließ, hat bei der Stiftung AKB Knochenmark für einen ihm unbekannten Patienten gespendet und ihm damit die Chance auf ein neues Leben gegeben. Er wird auch dieses Jahr wieder mitlaufen und hofft, dass viele Läufer und Zuschauer seinem Beispiel folgen und sich typisieren lassen.

Weitere Informationen gibt es unter www.leukaemielauf.de sowie www.akb.de.


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