07.04.2018, 11:06 Uhr

Deutschlandweit erfolgreich Auf dem Rücken der Pferde ... kann man richtig gut turnen!

Waghalsige Akrobatik wird von den Voltigierern auf dem Rücken der Pferde gezeigt. (Foto: Ursula Hildebrand)Waghalsige Akrobatik wird von den Voltigierern auf dem Rücken der Pferde gezeigt. (Foto: Ursula Hildebrand)

Dienstag, 17.30 Uhr, es ist kalt auf der Reitanlage Weinzierl in Wörth an der Donau. Das aber hält die Voltigierer der Reitgemeinschaft (RG) Gut Waffenschmiede nicht ab, ihr Pferd „Aido“ fürs Training herzurichten. Und hier trainiert nicht irgendwer – die Turniermannschaft wurde im vergangenen Jahr Dritte bei der Deutschen Meisterschaft – und 2018 geht ebenso erfolgreich weiter!

LANDKREIS REGENSBURG Ab dem fünften oder sechsten Lebensjahr kann man mit dem Voltigieren beginnen, berichten Sabine und Karen Stegner. Sie trainieren die Junioren. 160 Voltigierer zählt der Verein aktuell – die meisten davon weiblich. Denn Jungs verirren sich eher selten zu dieser Sportart. Neun eigene Pferde hat der Verein – auf „Aido“ wird heute trainiert. Das Pferd hat nur noch ein Auge, doch das behindert nicht. Das Tier ist ruhig, entspannt, zieht gelassen seine Runden – und hört vor allem auf Kommandos, sehen kann er sie nicht immer. Ein Pferd fürs Voltigieren darf vor allem nicht schreckhaft sein, denn es ist viel los in der Reithalle, da wuselt es nur so. Auch die Musik darf das Tier nicht irritieren. Nach ein bis zwei Jahren Ausbildung kann es losgehen – dann geht es auch mit dem Team auf Turniere.

Für den Menschen ist es günstig, jung mit dem Voltigieren anzufangen. Auch wenn es „fast nichts gibt, was man nicht lernen kann“, tut sich ein Kind doch leichter mit den Bewegungsabläufen. Und. Ein bisschen mutig sollte man sein, denn es ist nicht ohne, auf ein laufendes Pferd aufzuspringen und in der Bewegung dann noch zu turnen.

Drei bis viermal die Woche trainiert die Gruppe in Wörth an der Donau – und das sehr erfolgreich. Im letzten Jahr belegte das Team den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften. In diesem Jahr wurde das Team zum „Preis der Besten“ eingeladen, neben der Deutschen Meisterschaft ist das das wichtigste nationale Turnier. Dort will man sich nun beweisen und in der „deutschen Voltigierelite etablieren“. Und dann soll natürlich auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft erreicht werden: Dort will man wieder gut abschneiden.

Das Team ist in ganz Deutschland unterwegs – und somit auf Sponsoren angewiesen, diese aber finden sich für solch „exotische“ Sportarten eher selten. Fußball kennt eben jeder, Voltigieren ist da eher nicht so bekannt. Doch die RG Gut Waffenschmiede will mit guten Leistungen überzeugen – und mögliche Sponsoren begeistern. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.voltigieren-waffenschmiede.jimdo.com und bei Facebook unter www.facebook.com.


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