24.03.2018, 10:07 Uhr

Eishockey Eisbären stehen vor dem Playoff-Aus


Auch Spiel zwei geht an den Favoriten aus den Niederlanden. Die EVR-Profis benötigen nun drei Siege in Folge.

REGENSBURG Die Eisbären Regensburg stehen in den Oberliga-Playoffs vor dem Aus im Viertelfinale. Die Mannschaft von Trainer Igor Pavlov unterlag auch im zweiten Spiel der Best-of-five-Serie den Tilburg Trappers und liegt nun 0:2 zurück.

Vor knapp 3.500 Zuschauern begannen die Gäste furios und konnten schon nach 104 Sekunden mit ihrer ersten Chance in Führung gehen sowie in der 8. Minute auf 0:2 erhöhen. Ein durchaus verdienter Zwischenstand in der Anfangsphase, in der die Holländer enorm viel Druck machten und ihr Können unter Beweis stellten. Durch einen Sonntagsschuss am Freitagabend gelang den Eisbären in Person von Tomas Gulda dann der Anschlusstreffer (11.), als der Defensivmann von der blauen Linie einfach mal abzog und der Puck im Gehäuse einschlug.

Im zweiten Spielabschnitt nahm die Partie dann richtig Fahrt auf, es gab Chancen auf beiden Seiten, auch die Härte nahm zu. Es stand hier viel auf dem Spiel, die Eisbären wehrten sich mit allem, was sie hatten – und das hat den erfolgsverwöhnten Tilburgern alles andere als geschmeckt. Die Folge waren drei Verletzte auf Seiten der EVR-Cracks: Nikola Gajovsky, Leopold Tausch und Sebastian Wolsch mussten im Laufe des Spiels raus und konnten nicht mehr eingesetzt werden.

Eisbären mühen sich am Ende erfolglos

Auch im dritten Drittel blieb die Partie offen, die Pavlov-Truppe rannte an und versuchte hier den Ausgleich zu erzwingen, aber auch die Gäste waren das gesamte Spiel über brandgefährlich und scheiterten mehrmals am erneut glänzend aufgelegten EVR-Keeper Peter Holmgren. In der 48. Minute waren die Trappers dann mit der vermeintlichen Vorentscheidung zur Stelle und markierten das 1:3. Doch die Eisbären gaben nicht auf – und schalteten einen weiteren Gang höher. Mit Erfolg: 103 Sekunden vor dem Ende erzielte Benjamin Kronawitter bei sechs gegen vier das 2:3. 103 Sekunden heiße Sekunden sollten dann folgen, in denen erneut alles auf den Ausgleich gesetzt wurde. Ein richtiges Herzschlagfinale! Wie schon beim Anschluss nahm Igor Pavlov den Torwart vom Eis, doch diesmal wurde das Risiko bestraft. Die Gäste erzielten das 2:4 im leeren Tor (60.). Der Deckel auf einer spannenden Partie!

So steht es in der Serie gegen die Tilburg Trappers nun 0:2. Schon am Sonntag, 25. März, kann die Saison für die Eisbären beendet sein, wenn um 15 Uhr das dritte Spiel nicht gewonnen wird. Um die Serie noch einmal rum zu reißen, müssen die EVR-Cracks nun drei Siege in Folge einfahren. Ein wohl unmögliches Unterfangen. Die Eisbären gaben in den beiden ersten Spielen wirklich alles, spielten klasse Playoff-Hockey und boten dem haushohen Favoriten die Stirn. Doch es scheint nicht viel zu bringen, die Holländer führen in der Serie mit 0:2 und ziehen ihr Ding durch. Die Regensburger stehen kurz vor dem Aus. Allerdings verabschieden sie sich gerade mit erhobenem Haupt aus einer schwierigen Saison!


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