21.03.2018, 14:40 Uhr

Eishockey Eisbären sind in Tilburg zum Playoff-Spektakel zu Gast

Gegen Halle durften die Eisbären jubeln. Wie sieht es später in den Niederlanden aus? (Foto: Günter Staudinger)Gegen Halle durften die Eisbären jubeln. Wie sieht es später in den Niederlanden aus? (Foto: Günter Staudinger)

Die Pavlov-Truppe steht einem schier übermächtigen Gegner gegenüber und kann nur erneut überraschen.

REGENSBURG Playoff-Viertelfinale! Die nächste Runde für die Eisbären Regensburg steht an. Damit hätte gegen Ende der Hauptrunde, als die Kufencracks Platz sieben gegen Weiden zu verteidigen versuchten, wohl kaum jemand gerechnet. Doch der neue Trainer Igor Pavlov hat die EVR-Profis wieder auf Zack gebracht, was auch die Fans zu schätzen wissen: Nach dem 8:2-Sieg im vierten Spiel gegen Halle hallten „Igor Pavlov“-Rufe durch die Halle. Er ist der Baumeister des aktuellen Erfolgs, die Saison hat mit ihm einen Neustart erfahren – und darf gerne noch ein Weilchen länger dauern! Doch nun geht es heute Abend gegen den Meister der Nord-Staffel: Tilburg.

Die Tilburg Trappers sind die Übermannschaft in der aktuellen Saison schlechthin. In Zahlen: In der gesamten Spielzeit verloren sie nur sechsmal, haben die meisten Tore geschossen und die wenigsten kassiert. Zuletzt gewannen die Niederländer 14 Mal in Folge! Die Blue Devils Weiden waren im Playoff-Achtelfinale ohne jede Chance. Die Meisterschaft geht heuer, erneut, nur über den Ersten der Oberliga Nord. Die Frage lautet: Was ist drin für die Eisbären gegen Tilburg?

Eisbären haben keine Chance – und die wollen sie nutzen

Normalerweise nichts. Schon in den vergangenen beiden Jahren holten die Holländer den Titel, so stark wie heuer waren sie aber wohl noch nie. Es scheint unwahrscheinlich, dass sie ausgerechnet gegen Regensburg erstmals vorzeitig scheitern sollten. Der 15-fache niederländische Meister spielt mangels Konkurrenz in der Heimat seit 2015 in der deutschen Liga und ist gespickt mit Nationalspielern. Ein Weiterkommen gegen die Trappers wäre eine Sensation, eine weitaus größere als schon der Erfolg über Halle. Mit einer starken Leistung könnte sich die Truppe von Chefcoach Pavlov möglicherweise ein zweites Heimspiel erkämpfen, mehr dürfte jedoch nicht drin sein, wenn man realistisch ist.

Natürlich haben die Playoffs aber ihre eigenen Gesetze, und so hoffen die EVR-Fans auf das Eishockey-Wunder. Das erste Spiel steigt am Mittwochabend, 21. März, um 20 Uhr in den Niederlanden. Die weiteren Spiele finden im Zwei-Tages-Rhythmus statt, das Heimspiel also am Freitag, 23. März (ebenfalls 20 Uhr). Auch das Viertelfinale wird im Modus Best-of-five ausgetragen, drei Siege benötigt eine Mannschaft also für das Halbfinale.

Dabei sind die Niederländer den meisten Fans ein Dorn im Auge, weil sie nicht aufsteigen dürfen. In den vergangenen beiden Spielzeiten stieg so immer der zweite Finalteilnehmer in die DEL2 auf. Die Kritik dabei ist, dass aufstiegsunberechtigte Teams aufstiegsberechtigte ausschalten können. So oder so, die Anhänger der Eisbären dürfen sich auf drei absolute Topspiele freuen. Für alle, die die Reise ins Nachbarland nicht mit angetreten sind, findet heute ein Public Viewing bei EVR-Sponsor Autoaus Dünnes (Innstraße 11) statt. Der Eintritt ist frei, los geht es um 19 Uhr.


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