09.03.2018, 10:38 Uhr

Eishockey Playoff-Time! Eisbären Regensburg starten in Aufstiegsspiele

Konzentration! Um 20 Uhr gehts rund in Halle, Peter Flache (m.) und die Eisbären sind in den Playoffs gefordert. (Foto:  Günter Staudinger)Konzentration! Um 20 Uhr gehts rund in Halle, Peter Flache (m.) und die Eisbären sind in den Playoffs gefordert. (Foto: Günter Staudinger)

Die fünfte Jahreszeit im Eishockey beginnt heute für die EVR-Profis bei den Halle Saale Bulls.

HALLE (SAALE)/REGENSBURG Drei Siege in Folge. Zum ersten Mal überhaupt in der abgelaufenen Oberliga-Saison haben die Eisbären Regensburg drei Spiele in Serie gewonnen. Es ist vielleicht der beste Zeitpunkt, um in Form zu kommen: vor den Playoffs!

Am Ende erreichten die EVR-Profis Platz sieben, mehr war nicht drin. Verletzungssorgen, zweistellige Niederlagen oder das Chaos um Kurz-Geschäftsführer Stefan Liebergesell – es war wahrlich nicht die Saison der Regensburger. Doch genau am Ende dieser Spielzeit 2017/18 besteht zumindest die kleine Restchance auf ein versöhnliches Ende. Die Hoffnung der Fans auf anständiges Playoff-Hockey, oder zumindest ein Playoff-Tor in der Donau-Arena.

Der Modus im anstehenden Achtelfinale gegen die Halle Saale Bulls lautet Best-of-five. Wer aus fünf Spielen die meisten Siege holt, ist eine Runde weiter. Oder kürzer: Wer zuerst dreimal gewonnen hat. Auf den MEC Halle 04 treffen die Regensburger übrigens erstmals in ihrer Geschichte in einem Pflichtspiel, es ist also ein unbeschriebenes Blatt. Die Saale Bulls spielen seit 2010 in der Oberliga, wurden in der abgelaufenen Nord-Staffel zweiter hinter der Übermannschaft aus den Niederlanden.

Am Sonntag erstes (?) Heimspiel

Los geht es bereits heute Abend, 9. März, mit dem Auswärtsspiel in Halle (Bully 20 Uhr, das Wochanblatt berichtet live auf seiner Facebook-Seite). Am Sonntag, 11. März, dann steigt in der Donau-Arena (18 Uhr) dann Spiel zwei, Spiel drei weitere zwei Tage später wieder an der Saale. Die möglichen Spiele Nummer vier und fünf würden bei Bedarf am 15. und 18. März stattfinden. Wenn sich die Hoffnungen der Anhänger erfüllen, bleibt es also nicht bei einem Heimspiel. Intensive Partien im Zwei-Tages-Rhythmus – die Playoffs haben es definitiv in sich.

Was können die EVR-Profis erreichen? Klar ist, dass die DEL2 utopisch ist. Die Eisbären werden am Ende nicht aufsteigen, dazu reicht die Qualität nicht. Es wäre eine Sensation, die größer ist, als die Olympische Silbermedaille der Nationalmannschaft. Doch die Mannschaf von Trainer Igor Pavlov kann durchaus überraschen, das haben die letzten Wochen gezeigt: Der erste Sieg über Rosenheim, dazu konnte erstmals in der Saison Selb besiegt werden. Außerdem stimmten zuletzt die Leistungen bei den Eisbären. Mit ähnlichen Auftritten in mindestens drei zweifellos engen Partien können die EVR-Cracks die Saale Bulls mit Sicherheit ärgern und vielleicht ins Viertelfinale einziehen. Jetzt beginnt alles bei null, und schon so manche Sensation ist in den Playoffs geglückt. Erst letztes Jahr unterlagen die Eisbären in der ersten Runde als Favorit gegen Sonthofen, erzielten in den beiden Heimspielen nicht mal ein einziges Tor. Mit der Form der vergangenen Wochen können sie auf alle Fälle für eine Überraschung sorgen. Und den Fans in der Arena spannendes Eishockey bieten, was vor ein paar wenigen Wochen noch undenkbar schien. Doch Pavlov hat den Kufencracks an der Walhalla Allee neues Leben eingehaucht. #bärenstark!

Was es bei den Sachsen-Anhaltinern zu beachten gilt, ist wohl vor allem die starke Defensive. Mit 111 Gegentoren haben sie die zweitbeste Verteidigung aller 26 Oberligisten. Dabei haben sie eine richtig gute Form, vor allem in der Meisterrunde zu Saisonende trumpfte die Mannschaft auf; sie qualifizierte sich mit zwei mageren Pünktchen Vorsprung für die Meisterrunde als Siebter, doch in der Runde der besten sieben rollten sie die Nord-Staffel von hinten auf. Die Vorfreude steigt!


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