23.01.2018, 20:21 Uhr

Ehrenmitglied Über 100.000 Euro für frischen Fisch – Anglerbund investierte 2017 in Artenvielfalt

(Foto: Anglerbund Regensburg)(Foto: Anglerbund Regensburg)

In der vollbesetzten Halle des SC Regensburg fand am Sonntag, 21. Januar, die Jahreshauptversammlung des Anglerbunds Regensburg statt. Rund 250 Mitglieder, darunter auch 15 Antragsteller, die dem größten Angelverein der Oberpfalz beitreten durften, begrüßte der Vorsitzende Hans Holler.

REGENSBURG Die Veranstaltung begann traditionell mit dem Totengedenken. Im Jahr 2017 verstarben die Mitglieder Albert Prechtl, Johann Nürnberger, Hans Prüll, Josef Brunner, Heinrich Urlinger, Dieter Pielmeier, Rudolf Rösch, Heinrich Fizia, Adolf Nasarow, Reinhard Amann, Paul Urbanowski und Bernhard Kluske.

Heinrich Fischer ist Ehrenmitglied

Zum Ehrenmitglied wurde der krankheitsbedingt abwesende Heinrich Fischer, geboren 1927, ernannt. Aufgrund 60-jähriger Mitgliedschaft wurden Erwin Hermann und Fritz Kotschate geehrt, für 50 Jahre Heinz Gammel und Günther Gradl. 26 Mitglieder wurden für 40 Jahre und 40 Mitglieder für jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Beschlossen wurden auf Antrag der Vorstandschaft einige Anpassungen der Satzung, unter anderem weil sich Datenschutzbestimmungen im Mai 2018 ändern werden. Ferner können künftig zusätzliche Beiträge für nicht erbrachte Arbeitseinsätze erhoben werden; in welcher Höhe und von welchen Mitgliedern, soll im Lauf des Jahres beraten werden.

Der Vorsitzende Hans Holler berichtete von einem insgesamt erfolgreichen Vereinsjahr. Trotz der oben genannten Verstorbenen, 15 Kündigungen und acht Ausschlüssen, sei die Zahl der der aktiven Vollmitglieder insgesamt um 17 auf 1453 gestiegen. Mit Jugend und Förderern komme man auf 2052 Anglerbundler. Jugendleiter Thorsten Bauer berichtete von zahlreichen Angeltagen, Lehrgängen und Begegnungen der Jugendgruppe im abgelaufenen Jahr. Beim Grundelfischen im Herbst habe man festgestellt, dass der Bestand der invasiven Art möglicherweise abgenommen haben könnte. Der Mitgliederstand der Jugend sei von 103 auf 92 zum Teil altersbedingt zurückgegangen. Bauer dankte den verschiedenen Zubehörhändlern Peter Rogner, Peter Kern und Stefan Ohlschmied für deren Unterstützung.

Fördern von Fischarten

Insgesamt 1598 Jahreskarten für die 13 verschiedenen Gewässer wurden vergeben; davon allein 667 für die Donaustrecke, 193 für den Anglerbundsee in Mintraching oder 172 für den Stadt-Regen. Über 100.000 Euro habe man so in den Besatz mit Jungfischen investieren können. Mit jeweils rund 12.500 Stück Frauennerflingen und Nasen sowie 1,3 Tonnen Bachforellen versuchte man beispielsweise, die heimischen, strömungsliebenden Fischarten zu fördern. Aber auch Karpfen und Schleien wurden mit zusammen rund 5,8 Tonnen in geeigneten Gewässern gesetzt. Die Kosten für den Besatz dürften weiter steigen, kündigte Holler an, da der Fischotter in vielen Zuchtanlagen große Schäden verursacht. „Unser Ziel muss es deswegen sein, mit zusätzlichen Laichhilfen die Eigenproduktion der Gewässer zu steigern. Erfreulich sei in dem Zusammenhang der Fang von über 5.000 Flussbarschen im vergangenen Jahr, was auf einen guten Naturbestand schließen lasse.

Mit der Teilnahme am Hütten- und Hegefischen, besonders den damit verbundenen Grillfesten, waren die Vorstände insgesamt noch zufrieden, eine größere Beteiligung sei jedoch wünschenswert. Ulrich Sichler holte den Hüttenpokal, beim Hegefischen wurde Georg Reichart mit 11,26 Kilogramm Fischerkönig vor Fritz Reitzner und Max Lachner, die 7,64 beziehungsweise 6,86 Kilogramm der im Hegeplan festgelegten Fischarten fingen. Unter den Jugendlichen siegte hier Jona Pfeifer mit 4,64 Kilogramm.

Fleißige Fischer

Im September habe man als Gastgeber beim Landesfischereitag als Verein eine gute Figur abgegeben, freute sich Holler, und dankte dem Wasser- und Schifffahrtsamt für dessen Unterstützung. In rund 2.000 Arbeitsstunden erledigten die Fischer heuer rund 90 Arbeitseinsätze, vom Besatz mit Jungfischen über Windbrucharbeiten und Gewässerpflege bis hin zur Mithilfe bei Veranstaltungen. Holler dankte hierfür besonders den Gewässerwarten Hans Reitenspieß und Rüdiger Prams sowie dem Gerätewart Michael Häring. Abschließend kündigte Holler an, dass er im April dieses Jahres als Vorsitzender des Oberpfälzer Fischereiverbands kandidieren werde und sich auch in dieser Funktion für den Angelsport als aktiven Umweltschutz einsetzen werde.


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