22.12.2017, 17:55 Uhr

„Flüchtlinge werden Freunde“ Junge Leute aus zwölf Ländern trafen sich auf der Bowlingbahn

(Foto: SV Sallern)(Foto: SV Sallern)

Unter dem Motto „Flüchtlinge werden Freunde“ verbrachten über 40 Jugendliche und Betreuer einen vorweihnachtlichen Abend auf einer Bowlingbahn in Regensburg.

REGENSBURG Eingeladen hatte die Jugendabteilung des SV Sallern, die sich über den sehr guten Besuch der jungen Leute aus Afghanistan, Syrien, Georgien, Irak, Iran, Weißrußland, Rußland, Somalia, Moldavien, Philippinen, Eritrea und Deutschland im Alter von 14 bis 18 Jahre freute. Die jungen Flüchtlinge kamen aus dem AWO-Wohnheim in Regendorf, Don Bosco und weiteren Wohnheimen in Regensburg.

Der Vorsitzende des Stadtjugendrings Philipp Seitz dankte für die „tolle Aktion“, denn über den gemeinsamen Sport und gemeinsame Aktivitäten gelinge Integration am besten. Der zweite Vorsitzende des Stadtjugendrings Detlef Staude, zugleich auch Jugendleiter beim SV Sallern freute sich, dass bei dem Bowling die bunt gemischte Gruppe Jugendlicher gemeinsam viel Spaß an dem Abend hatte. Unterstützt wurde die Aktion vom Stadtjugendring über das Projekt des bayerischen Jugendrings „Flüchtlinge werden Freunde“. Neben dem zweistündigen Bowling gab´s für alle Jugendlichen noch ein gemeinsames Burgeressen und mit einem T-Shirt mit dem Vereinswappen noch ein kleines Weihnachtsgeschenk des Vereins. Jugendleiter Detlef Staude, Jugendtrainer Christian Fenzl und die Betreuer Tobias Gitschtaler, Bianca Walter und Erik Zimmermann hoffen nun, dass sich noch der eine oder andere Jugendliche dem Verein anschließt.

Unterstützt wurde im Rahmen der Veranstaltung auch die Aktion „Ausbildung statt Abschiebung“, in der sich Pädagogen gegen Ausbildungsverbote für Flüchtlinge und für das Bleiberecht afghanischer Jugendlicher einsetzen. „Wir können dies aus unserer Sicht und unseren Erfahrungen absolut befürworten“, so Jugendleiter Detlef Staude. Die afghanischen Jugendlichen setzten sich auf dem Sportplatz für voll ein, seien höflich, hilfsbereit und lernwillig und hätten sich bestens integriert. Mit Sami, der aktuell in der zweiten Mannschaft des SV Sallern kickt, ist aktuell auch ein Vereinsmitglied von der Abschiebung bedroht. „Wir unterstützen hier eine Aktion seiner Mitschüler aus der Berufsschule“, so Staude.


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